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Grüne mit ordentlichem Schub nach vorne

14.09.2020 • 09:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Philipp Steurer

Eigene Wirkenskraft und Rückenwind von Land und Bund bescheren Erfolg.

Zwei Wahlziele formuliert und zwei Wahlziele erreicht haben die Dornbirner Grünen. „Wir sind nun die zweitstärkste Kraft in der Stadtvertretung. Was mich besonders freut, ist, dass wir jetzt mit zwei Stadträten vertreten sind“, sagte Grünen-Stadträtin Juliane Alton gestern Abend im Rathaus (19,87 Prozent, +5,89).

Gleichzeitig präsentiert sie auch den „neuen Mann“ von Listenplatz Nummer zwei: Martin Hämmerle. Der Architekt konnte sein Glück noch gar nicht fassen. „Das ist jetzt alles noch ziemlich neu, aber selbstverständlich geht es darum, die grünen Inhalte zu stärkten“, sagte Hämmerle zu seinen Plänen. Verkehr- und Stadtplanung stünden jedenfalls ganz obenauf der To-Do-Liste.

Freude bei Stadträtin Juliane Alton und dem „neuen Mann“ Martin Hämmerle (beide Grüne).  <span class="copyright">Philipp Steurer</span>
Freude bei Stadträtin Juliane Alton und dem „neuen Mann“ Martin Hämmerle (beide Grüne). Philipp Steurer

Zwei Quellen


Für den „grünen Schub“ sieht Alton vor allem zwei Quellen. Zum einen die Dornbirner Grünen selbst. „Wir haben in der abgelaufenen Periode viel und gut gearbeitet, waren präsent und glaubwürdig. Man hat uns angesehen, dass wir unsere Themen ernsthaft vertreten“, meinte sie. Eine zweite Quelle sieht Alton in der Arbeit der Grünen in der Landesregierung, die ebenfalls eine stark glaubwürdige Kraft seien. Und schließlich hätten die Dornbirner Grünen auch Rückenwind von der Beteiligung der Grünen auf Regierungsebene bekommen.
Bedauerlich findet Alton, dass die Sozialdemokraten geschwächt wurden. „Ich würde gerne mit ihnen zusammenarbeiten, aber das wird auch so gelingen“, blieb die Stadträtin optimistisch. Die Grünen seien selbst eine linke Kraft und die Sozialdemokraten seien ihnen sehr nahe.

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Philipp Steurer

FPÖ-Ergebnis verdient

Das Ergebnis der FPÖ bezeichnete Alton als verdient. Die Situa­tion auf Bundesebene „mit Korruption und Egomanie“ sei untragbar. Und in Dornbirn seien die blauen Themen nicht jene Themen, welche die Menschen interessieren. „Wir sind mittlerweile die Vorarlberger Metropole mit 50.000 Einwohnern. Wir werden damit leben müssen, was manche als negative Großstadterscheinungen betrachten“, formulierte es Alton. Ein paar Notreisende seien kein vordergründiges Problem der Dornbirner. Außerdem werde man eine Sozialarbeit auf die Beine stellen, welche die Situation erträglich für alle machen werde. „Es geht um die Lebensqualität in der Stadt. Darauf können wir einwirken, da sind wir authentisch“, kündigte Hämmerle an.

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