Allgemein

Drei Jahre Gefängnis für zwei Heroindealer

25.09.2020 • 20:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die zwei Serben müssen ins Gefägnis. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Die zwei Serben müssen ins Gefägnis. Roland Paulitsch

Zwei Serben verkauften in Vorarlberg Hunderte Gramm der Droge.

Zu jeweils drei Jahren Gefängnis wurden am Landesgericht Feldkirch zwei Angeklagte verurteilt, die nach Ansicht der Richter als Mitglieder einer international agierenden serbischen Dealerbande in Vorarlberg zwischen März und Mai Hunderte Gramm Heroin verkauft haben.

Das Urteil gegen den 24-jährigen Serben erging am Freitag. Der Untersuchungshäftling war nicht geständig. Nach Überzeugung des Schöffensenats hat er aber ihn belas­tenden Vorarlberger Drogenkonsumenten 442,5 Gramm Heroin verkauft. Der Strafrahmen betrug ein bis zehn Jahre Haft. Das Urteil, das der von Nuschine Messner verteidigte Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, weil Staatsanwalt Markus Fußenegger drei Tage Bedenkzeit in Anspruch nahm.

Der mitangeklagte 40-jährige Serbe wurde bereits im August verurteilt. Er gab den Verkauf von 800 Gramm Heroin zu. 100 Gramm Heroin wurden bei ihm gefunden. Für ihn belief sich der Strafrahmen auf ein bis 15 Jahre Gefängnis.
Dass die Sanktion für die beiden Angeklagten jeweils mit drei Jahren Haft ausgemessen wurde, erklärte Richter Andreas Böhler vor allem damit, dass der 800 Gramm verkaufende 40-Jährige im Unterschied zum 442,5 Gramm gewinnbringend weitergebenden 24-Jährigen geständig gewesen sei.

Serbenläufer

Staatsanwalt Fußenegger bezeichnete die beiden Angeklagten als sogenannte Serbenläufer. Die Bandenmitglieder hätten Anweisungen erhalten, wo sie wann wem Heroin übergeben sollten. Der 24-jährige Angeklagte hat das ohne Erfolg bestritten. Er führte zwölf Gramm Heroin mit sich, als er im Mai am Wolfurter Bahnhof festgenommen wurde. Der Serbe behauptete, er habe das bei ihm sichergestellte Rauschgift zufällig in einem Sack im Wald gefunden und verkaufen wollen. Er sei nur nach Österreich gekommen, um hier ein Auto zu kaufen. Die unglaubwürdigen Angaben des 24-Jährigen würden den Intellekt des Staatsanwalts beleidigen, merkte Fußenegger an.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.