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In Feldkirch wird nun sondiert

28.09.2020 • 19:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Matt (65) hatte das Bürgermeisteramt im März 2019 von seinem Vorgänger Wilfried Berchtold übernommen. Nun wurde er vom Volk zum Stadtoberhaupt gewählt. <span class="copyright">hartinger</span>
Wolfgang Matt (65) hatte das Bürgermeisteramt im März 2019 von seinem Vorgänger Wilfried Berchtold übernommen. Nun wurde er vom Volk zum Stadtoberhaupt gewählt. hartinger

Nach Stichwahl: Informierte Kreise gehen von ÖVP-FPÖ-Koalition aus.

In der Montfortstadt konnte am Sonntag wie erwartet Wolfgang Matt von der ÖVP die Bürgermeis­ter-Stichwahl für sich entscheiden. Der 65-Jährige wurde von 6157 Bürgern (61,69 Prozent Stimmenanteil) in seinem Amt bestätigt, das er im März 2019 von seinem Vorgänger und Langzeit-Stadtchef Wilfried Berchtold übernommen hatte. Er setzte sich damit klar gegen Daniel Allgäuer (FPÖ) durch, der 3823 Stimmen (38,31 Prozent) für sich verbuchen konnte. Was die Wahlbeteiligung betrifft, bildete Feldkirch mit 39,90 Prozent das Schlusslicht.
Für eine Stellungnahme war Matt gestern nicht zu erreichen. Auf seinen Social-Media-Kanälen, die erst kurz vor der Stichwahl ein klein wenig in Schwung gekommen waren, bedankte er sich am Sonntag „für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde“.

Wird FP-Allgäuer Vize?

Wer künftig das Vizebürgermeister-Amt bekleiden wird, ist derzeit noch nicht klar, hängt dies doch maßgeblich vom Ausgang der Gespräche mit den anderen Parteien ab. Sowohl die Spitzenkandiatin der zweitstärksten Kraft in Feldkirch, Marlene Thalhammer (Grüne), als auch Allgäuer haben bereits Interesse an einer Koalition bekundet. Informierte Kreise gehen davon aus, dass die Bürgermeisterpartei ÖVP (40,5 Prozent, 15 Mandate) wohl mit den Blauen (18,2 Prozent, sechs Mandate) zusammenarbeiten wird.Schon in den vergangenen fünf Jahren waren die beiden Parteien bei wichtigen Entscheidungen im Wesentlichen einer Meinung. Diese „stille Koalition“ sorgte allerdings immer wieder für Kritik. Geht es nach den Grünen (24 Prozent, neun Mandate) soll es diesmal möglichst eine formelle Zusammenarbeit geben.

Daniel Allgäuer (FP) ist der aussichtsreichste Kandidat für das Amt des Vizebürgermeisters. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Daniel Allgäuer (FP) ist der aussichtsreichste Kandidat für das Amt des Vizebürgermeisters. Stiplovsek

Besetzung des Stadtrats offen

Ebenfalls noch offen sind die Anzahl und die Ressort-Verteilung des künftigen Stadtrats. Wie berichtet, muss die ÖVP einen ihrer fünf Stadtratsposten an die Neos abgeben, die bei der Wahl 8,1 Prozent der Stimmen erhielten und künftig drei Stadtvertreter stellen. Seine Referate abgeben wird dem Vernehmen nach Guntram Rederer (63, ÖVP), der im Juli als Direktor der Krankenpflegeschule in Pension gegangen ist. Ob auch Rainer Keckeis (62) seinen Stadtratsposten räumen wird, war gestern noch unklar. Ein potenzieller Nachfolger wäre Klubobmann Peter Stieger (48), der nach Bürgermeister Matt und Vizebürgermeisterin Gudrun Petz-Bechter (44) die drittmeisten Vorzugsstimmen der ÖVP-Kandidaten erhielt. Vierplatzierter war Benedikt König (41). Auch er wird im Stadtrat bleiben. FPÖ und Grüne stellen wie bisher jeweils zwei Stadträte. Hier werden allerdings keine personellen Veränderungen erwartet.

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