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Mutter und Sohn logen Polizei an

02.10.2020 • 20:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild / Roland Paulitsch</span>
Symbolbild / Roland Paulitsch

Laut Urteil täuschten sie Diebstahl vor. 15-Jähriger war zudem gewalttätig.

Die 51-jährige Mutter und ihr 15-jähriger Sohn haben nach Ansicht der Richterin als Zeugen die Polizei angelogen. Demnach täuschten sie den Diebstahl eines Mopeds vor. Damit wollten die Zeugen nach den gerichtlichen Feststellungen vertuschen, dass der 15-Jährige bei einem Unfall das fremde Moped beschädigt hatte.

Falsche Zeugenaussage

Dafür wurden die beiden unbescholtenen Angeklagten am Landesgericht Feldkirch wegen falscher Zeugenaussage vor der Polizei und Vortäuschung einer Straftat zu Geldstrafen verurteilt. Die 51-Jährige muss dem Gericht 1200 Euro (300 Tagessätze zu je vier Euro) überweisen. Der 15-Jährige kam mit einer teilbedingten Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze à vier Euro) davon. Davon beträgt der unbedingte, zu bezahlende Teil 480 Euro. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre für die Erwachsene drei Jahre Gefängnis gewesen und für den Jugendlichen eineinhalb Jahre.

Schuldig gesprochen wurde der Jugendliche auch wegen Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsentziehung und Datenbeschädigung. Demnach hat der 15-Jährige nach Überzeugung der Richterin an einem Tag seine damalige Freundin mit Faustschlägen leicht am Arm verletzt. Danach hat er die 16-Jährige gezwungen, mit ihm in eine Wohnung zu gehen. Dort hat er sie laut Urteil eine halbe Stunde lang eingesperrt. Dann soll der Angeklagte auf dem Handy der Schülerin einen Chat gelöscht haben.

Der 15-Jährige wurde zwar zum ersten Mal verurteilt, aber die Staatsanwaltschaft hat in der Vergangenheit schon mehrere Strafverfahren jeweils mit einer Diversion eingestellt. Deshalb hat die Strafrichterin beschlossen, dass der Jugendliche Bewährungshilfe in Anspruch nehmen muss. Dabei sollen auch seine Straftaten aufgearbeitet werden.
Der Angeklagte sagte vor Gericht in seinem Schlusswort vor der Urteilsverkündung, „ich verspreche, ich werde nie wieder meine Hand gegen eine Frau erheben“.

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