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Masken richtig entsorgen

03.10.2020 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bsiher gibt es kein littering Problem durch das Einmal-Produkt. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Bsiher gibt es kein littering Problem durch das Einmal-Produkt. Klaus Hartinger

Einmal-Masken gehören in den schwarzen Sack.

Nach wie vor gibt es eine Maskenpflicht. Der Mundschutz soll helfen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Zu lange sollte diese aber nicht getragen werden. Da stellt sich die Frage, wie der Einweg-Mundschutz eigentlich korrekt entsorgt werden sollte. Wer unterwegs ist, wird wohl den nächstbesten öffentlichen Mülleimer ansteuern. Dennoch sieht man häufig gebrauchte Masken auf Gehwegen, Joggingstrecken oder Parkplätzen auf dem Boden liegen.

Kein vermehrtes Littering

Die Straßenreinigung in Dornbirn kann diesen Eindruck allerdings nicht bestätigen. „Es gibt keine erhöhten Probleme und kein vermehrtes Littering durch Mund-Nasen-Schutzmasken, die Reinigung ist auch keineswegs aufwendiger geworden“, heißt es vonseiten der Stadt. Die Straßenreinigung in der Messestadt ist von jeher sieben Tage in der Woche unterwegs, mit zwölf Mann und plus drei Kehrmaschinen unter der Woche. Am Wochenende sind es zwei Mann zu Fuß, ein Waschwagen und eine Kehrmaschine. Man muss also davon ausgehen, dass die Masken schlichtweg verloren wurden oder vielleicht vom Wind verweht. Arglos auf den Boden geworfene Masken dürften eher die Ausnahme darstellen.

Wohin damit im Hausmüll

Nun mag der Mülleimer unterwegs die erste Wahl sein. Aber wohin gehört das Einmalprodukt im Hausmüll? „Die herkömmlichen MN-Schutzmasken gehören in den schwarzen Sack“, informiert Christoph Ortner, Leiter Umwelt, Sicherheit und Qualität bei Loacker Recycling. Das hat nicht nur stoffliche, sondern auch hygienische Gründe. Die Einmalprodukte werden nämlich thermisch verwertet, also verbrannt Bei den Masken handelt es sich nicht um typischen Papierabfall, der recycelt wird. Auch wenn sich der Mundschutz papierähnlich anfühlt. Es handelt es sich auch nicht um typischen Kuststoffabfall. „Dennoch finden sich Masken oft im gelben Sack oder im Altpapier. Wie andere Störstoffe werden diese dann aussortiert. Teilweise maschinell aber auch manuell“, berichtet Ortner. Das bedeutet, dass Mitarbeiter die MN-Schutzmasken händisch herausfischen.
Der Aufwand ist laut Ortner nicht direkt gestiegen, da immer nachsortiert wird. „Aber es fällt schon auf, dass vermehrt Schutzmasken im falschen Sack landen.“

Einweg-Masken gehören in den schwarzen Sack.<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Einweg-Masken gehören in den schwarzen Sack.Klaus Hartinger

Keine Gefahr für Mitarbeiter

Eine Gefahr für die Mitarbeiter, sich über die kontaminierten Oberflächen anzustecken bestehe laut Ortner nicht. Das Personal ist mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet. Und diese wurde auch aufgrund Corona nicht weiter verändert. „Die Sicherheit der Mitarbeiter hatte schon immer oberste Priorität“, meint Ortner. In der Abfallwirtschaft habe man es immer mit sogenannten Fehlwürfen zu tun. Also Abfall im falschen Behälter, der auch infektiös sein kann. Beispielsweise Taschentücher oder Einmalhandschuhe, um nur einige zu nennen. Auch dieser Müll sollte im schwarzen Sack entsorgt werden. „Das ist vor allem in der Grippezeit ein großes Thema“, sagt Ortner.

Stoffmasken

Die bessere und wohl auch kostengünstigere Lösung für das Wegwerf-Problem sind da wohl Stoffmasken. Laut Experten reicht es auch, den genähten Mundschutz nach der Verwendung mindestens fünf Minuten in einem Topf mit Wasser auszukochen. Die Stoffmasken können so immer wieder verwendet werden.

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