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Elternverein: Kassierin veruntreut 8300 Euro

09.10.2020 • 19:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kassierin des Elternvereins zweigte rund 8300 Euro ab. <span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Kassierin des Elternvereins zweigte rund 8300 Euro ab. Symbolbild/Shutterstock

Diversionelle Geldbuße von 340 Euro und Wiedergutmachung.

Die Angeklagte gab zu, dass sie als Kassierin eines Elternschulvereins aus dem Bezirk Dornbirn zwischen September 2017 und Jänner 2019 insgesamt 8342 Euro abgezweigt hat. Dafür kam die wegen Untreue und Betrugs angeklagte Frau am Freitag am Landesgericht Feldkirch mit einer Diversion davon. Sie hat dem Gericht als Geldbuße 340 Euro zu bezahlen und dem Elternverein den Schaden von 8342 Euro zu ersetzen.
Mit der von Richter Andreas Böhler angeregten diversionellen Erledigung waren die von Hanno Lecher verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Melanie Wörle einverstanden. Wenn die Angeklagte ihren Verpflichtungen nachkommt, wird das Strafverfahren gegen sie eingestellt werden. Dann würde ihre eine Vorstrafe erspart bleiben. Für die Bezahlung der Geldbuße wurde der Angeklagten eine Frist von zwei Wochen eingeräumt, und die Schadensbegleichung muss in den nächsten sechs Monaten erfolgen.

Keine Beweise für höhere Summe

Im Strafantrag der Staatsanwaltschaft wurde der Angeklagten vorgeworfen, sie habe den Elternverein um rund 11.800 Euro geschädigt. Für einen Schadensbetrag in diesem Ausmaß lagen aber nach Ansicht des Strafrichters keine Beweise vor. Die Angeklagte räumte ein, sie habe Einnahmen von 4152 Euro aus einem Schulfest während der Gymnaestrada per Onlinebanking auf ihr privates Konto überwiesen. Zudem habe sie zwar 7690 Euro vom Girokonto und Sparbuch des Elternvereins selbst vereinnahmt,­ aber dann rund 3500 Euro wieder zurückbezahlt. So ergab sich der von ihr zugestandene Schaden von 8342 Euro.
Die Angeklagte sagte, sie habe den Elternverein nie schädigen wollen. Sie habe zuweilen versehentlich mit der Bankomatkarte des Vereins private Rechnungen bezahlt und dann wieder Einzahlungen auf das Vereinskonto getätigt.
Vor der Polizei gab die Beschuldigte noch an, sie habe zuletzt das Vereinssparbuch mit fast 8000 Euro der Schuldirektorin in einem Sack an die private Haustüre gehängt.