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Ampel im Rheintal und Walgau auf Rot

22.10.2020 • 21:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Ab der neunten Schulstufe wird nun auf Homeschooling umgestellt.

Aufgrund der steigenden Zahlen und einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 galt es eigentlich schon die vergangenen Tage als wahrscheinlich, nun kam die offizielle Bestätigung: Die Corona-Ampel für die Region Rheintal/Walgau wurde von der 19-köpfigen Kommission auf Rot geschaltet.
Die Rotfärbung bringt vor allem in zwei Bereichen Veränderungen. In Pflegeheimen sowie in den Schulen. In Pflegeheimen wird es Einschränkungen bei den Besucherregelungen geben. In den SeneCura-Heimen werden daher Besuche nur noch in den gesicherten Besuchszonen möglich sein. Die Landesregierung behält sich weitere Schritte vor und möchte die Situation in den kommenden Tagen nochmals gründlich prüfen.

Anderes Ampelsystem

Die Schulen hingegen haben ihr eigenes Ampelsystem. Bis ges­tern waren noch alle Schulen in Vorarlberg auf Gelb geschaltet, nun dürfte aber Rot auch in den betroffenen Regionen für die Bildungseinrichtungen kommen. Am gestrigen Nachmittag ging man in der Bildungsdirektion noch davon aus, dass die genauen Maßnahmen am Freitag mit Land und Gesundheitsbehörde besprochen werden. Landeshauptmann Markus Wallner ging am gestrigen Abend jedoch schon einen Schritt weiter und kündigte das Homeschooling ab der neunten Schulstufe für die roten Regionen an.
„Die Schulen haben nun in den Herbstferien eine Woche Zeit, sich darauf vorzubereiten, und bereits im Vorfeld wurden von Landesrätin Barbara Schöbi-Fink Vorbereitungen für die Umstellung auf Distance-Learning in Auftrag gegeben“, erklärt der Landeshauptmann.

Corona-Regionen

Einteilung

Vorarlberg ist bei der Corona-Ampel nicht in die vier Bezirke unterteilt,

sondern in fünf Regionen:

Rheintal/Walgau: rot

Klostertal/Arlberg: gelb

Montafon/Brandnertal: orange

Großes Walsertal: gelb

Bregenzerw./Kleinwalsertal: orange

Sperrstunde bleibt

Weitere Beschränkungen wie zum Beispiel bei Veranstaltungen wird es vorerst keine geben, denn die strikten Regeln im westlichsten Bundesland haben möglichen weiteren Maßnahmen bereits vorgegriffen. So ist die Zuschauerzahl bei Freiluftveranstaltungen schon auf 500 beschränkt, indoor dürfen maximal 250 Personen mit zugewiesenen Sitzplätzen an Veranstaltungen teilnehmen. Gastronomie wird es keine geben.
Die Einführung einer Registrierungspflicht für Gäste bei Gastronomiebetrieben, das Verbot von privaten Festen in Garagen und anderen Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, und die Untersagung von Vereinsveranstaltungen ab 22 Uhr gelten für ganz Vorarlberg und unabhängig von der Ampelfärbung. Gleiches gilt für die Sperrstunde der Gastronomie ab 22 Uhr.

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