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ÖVP fragt nach Teststrategie

24.10.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über die Corona-Teststrategie wird derzeit österreichweit diskutiert. <span class="copyright">Symbolbild/DPA</span>
Über die Corona-Teststrategie wird derzeit österreichweit diskutiert. Symbolbild/DPA

Gesundheitslandesrätin Martina ­Rüscher (ÖVP) ist am Zug.

Die aktuelle Corona-Teststrategie machen die ÖVP-Landtagsabgeordneten Monika Vonier und Thomas Winsauer zum Thema einer Anfrage an Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP). Anlass dafür ist die derzeit laufende öffentliche Debatte, ob Kontaktpersonen der „Kategorie 1“ noch getestet werden sollen. In anderen europäischen Ländern sei dies nämlich nicht mehr der Fall, weswegen die österreichischen Zahlen bezüglich der positiven Tests nicht mehr mit diesen vergleichbar seien.

Vergleichbare Zahlen wichtig

„Vorarlbergs Wirtschaft steht jedoch im internationalen Wettbewerb. Deshalb sind zumindest europaweit einheitliche Daten zur Pandemie und eine vergleichbare Teststrategie eine Notwendigkeit. Auch mit Blick auf den Vorarlberger Tourismus ist es von entscheidender Bedeutung, dass Reisewarnungen europaweit auf Basis einheitlicher und transparenter Regeln erfolgen. Nur so ist es für eine Tourismusdestination möglich, entsprechende Maßnahmen zu setzen, um diese definierten Limits zu unterschreiten“, betonten die beiden Abgeordneten in einer Aussendung. In ihrer Anfrage möchten sie daher wissen, wie die Landesrätin zu einer Änderung der Teststrategie steht.
Ebenso thematisieren sie das „Freitesten“, wie es von manchen Verantwortlichen aus der Wirtschaft gefordert wird. Nach einem negativen Test sollen Arbeitnehmer, die einen positiven Covid-19-Fall in ihrem Umfeld haben, ihre Quarantäne beenden und wieder in den Job zurückkehren können. Auch hier wollen Vonier und Winsauer die Einstellung von Rüscher wissen, wobei eine Änderung der Quarantäneregeln Bundessache wäre.

Kürzere Quarantäne

FPÖ-Chef Christof Bitschi hatte sich bereits am Mittwoch für eine Verkürzung der Quarantänezeit bei einem negativen Testergebnis für Kontaktpersonen ausgesprochen. Viele Betriebe würden darunter leiden, dass Menschen in Quarantäne müssten, obwohl sie nicht infiziert und völlig gesund seien.

Test ist Momentaufnahme

Deutlich kritischer sieht Neos-Gesundheitssprecher Johannes Gasser die Möglichkeit des „Freitestens“. Schließlich handle es sich bei jedem Test lediglich um eine Momentaufnahme. Viel entscheidender sei es, beim „Contact Tracing“ (Kontaktpersonenverfolgung) schneller zu sein, um die Betroffenen rasch abzusondern. Über eine Verkürzung der derzeitigen Quarantänezeit von zehn Tagen könne man in Abstimmung mit den Experten jedoch sprechen.
Auch die Frage, ob „K1-Kontaktpersonen“ nicht mehr getes­tet werden sollen, sei komplex, meint Gasser. Die Entscheidung hänge sicher auch davon ab, wie es um die Testkapazitäten bestellt sei. Er bemängelt auch, dass es keine bessere Koordination in dieser Frage auf europäischer Ebene gibt.

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