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Stalker muss Strafe und Schmerzengeld zahlen

27.10.2020 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/Shutterstock

25-Jähriger verurteilt, weil er Ende der Beziehung nicht akzeptierte.

Weil er seine Ex-Freundin monatelang gestalkt hatte, wurde der unbescholtene Bauarbeiter am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1800 Euro (120 Tagessätze zu je 15 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 900 Euro. Das milde Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig.

Bewährungshilfe

Zudem muss der wegen beharrlicher Verfolgung schuldig gesprochene 25-Jährige seiner früheren Freundin 300 Euro Schmer­zengeld zukommen lassen. Und ihm wurden die Weisungen erteilt, die junge Frau nicht mehr zu kontaktieren und ihre Daten nicht mehr zu verbreiten. Wenn er sich nicht an die Bewährungsauflagen hält, muss er dem Gericht auch die bedingt gewährten 900 Euro überweisen. Des Weiteren wurde der Afghane dazu verpflichtet, Bewährungshilfe in Anspruch zu nehmen.
Der geständige Angeklagte hat das Ende der Liebesbeziehung nicht verkraftet und nicht akzeptiert, dass seine Ex-Freundin keinen Kontakt mehr zu ihm haben will. Er hat sie zumindest 188 Mal angerufen, ihr vor ihrer Wohnung und ihrem Arbeitsplatz aufgelauert und ihr Liebesbriefe geschrieben. Des Weiteren hat er Liebesbotschaften an die Unterführung einer Autobahnbrücke geschrieben. Dazu erfolgte der Schuldspruch wegen Sachbeschädigung zum Nachteil des staatlichen Straßenbauunternehmens Asfinag.

Verurteilt wurde der anerkannte Flüchtling auch wegen versuchter Nötigung. Weil er seiner ehemaligen Freundin auf Instagram damit gedroht hat, er werde ihr Leben kaputtmachen, wenn sie nicht zu ihm zurückkehre. Nach Angaben ihrer Anwältin hat die junge Frau Angst vor ihrem Ex-Freund.
Der Angeklagte sagte vor Gericht, ihr Vater sei gegen die Liebesbeziehung gewesen. Nur deshalb habe seine Geliebte mit ihm Schluss gemacht. Er verstieß gegen eine einstweilige Verfügung eines Zivilgerichts und kontaktierte sie weiterhin.