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Corona erschwert Spendensammeln

01.11.2020 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Entenrennen erfreuen sich großer Beliebtheit. Für heuer war jedoch keines angesetzt. <span class="copyright">Frederick Sams</span>
Die Entenrennen erfreuen sich großer Beliebtheit. Für heuer war jedoch keines angesetzt. Frederick Sams

“Netz für Kinder” startet besondere Weihnachtsaktion.

Die Corona-Pandemie und die mit ihr verbundenen Einschränkungen wirken sich nicht nur auf die Einnahmen vieler Unternehmen der verschiedensten Branchen negativ aus. Auch gemeinnützige Organisationen leiden unter den Beschränkungen durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus oder unter rückläufigen Einnahmen durch Spenden. Gleich eine doppelte Herausforderung ist die Pandemie für den Verein „Netz für Kinder“. Dieser finanziert mit Spenden insgesamt vier Projekte, bei denen Kinder und Familien unterstützt werden, die in schwierigen Situationen leben und beispielsweise von Armut bedroht sind. Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie – etwa Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit – könnte sich die Lage für die Betroffenen noch verschärfen, erläutert Conny Amann von „Netz für Kinder“. Auch sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Familien, die Unterstützung benötigen, steigt.

Fundraising-Events

Dem gegenüber stehen fehlende Einnahmen für den Verein. Für die Durchführung der Projekte sind laut Amann jährlich 300.000 Euro nötig. Geld, das zu einem großen Teil über Spenden und Fundraising-Events eingenommen wird. Letztere sind jedoch in den vergangenen Monaten vielfach den Beschränkungen für die Bekämpfung der Pandemie zum Opfer gefallen. Damit fehlen auch diese Einnahmen in der Kassa.

Golfturniere möglich

Einige Ausnahmen habe es jedoch gegeben: „So war es beispielsweise trotz Beschränkungen möglich, weiter Golf zu spielen. Dadurch konnte ein Golf-Charity-Turnier stattfinden“, berichtet Amann. Und auch andere Veranstaltungen im Freien seien möglich gewesen. Zudem könne man auf viele Spender aus den unterschiedlichsten Bereichen und Wirtschaftszweigen zählen.

Netz für Kinder

Der private Verein „Netz für Kinder“ wurde vor 24 Jahren von Hubert Löffler und Franz Abbrederis aus der Taufe gehoben. Der Verein unterstützt Kinder in schwierigen familiären Situationen.

Webseite: www.netz-fuer-kinder.at

Spendenkonto:

IBAN: AT98 5800 0122 6172 9111 / BIC: HYPVAT2B

Untrennbar mit dem „Netz für Kinder“ verbunden sind auch Entenrennen, bei denen Gummi­enten auf Dorfbächen um die Wette schwimmen, wobei Geld für den guten Zweck gesammelt wird. Glücklicherweise würden diese jedoch nur im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt, erläutert Amann. Dadurch seien für heuer auch keine derartigen Events geplant gewesen, die man dann vielleicht absagen hätte müssen.

Enten in verschiedensten Formen zum Verschenken werden angeboten. <span class="copyright">Netz für Kinder</span>
Enten in verschiedensten Formen zum Verschenken werden angeboten. Netz für Kinder

Schwer ins Gewicht fällt nach Angaben der Fundraising-Beauftragten jedoch, dass zahlreiche Märkte abgesagt werden mussten. Denn diese seien eine gute Gelegenheit für den Verein, um Präsenz zu zeigen und gleichzeitig Spenden zu sammeln.

Besondere Aktion zu Weihnachten

Um gegenzusteuern und Einnahmen zu generieren, haben die Verantwortlichen des „Netz für Kinder“ nun im Hinblick auf die Weihnachtszeit eine besondere Aktion gestartet. Unter dem Motto „Spenden statt Schenken“ wird die Ente als Maskottchen des Vereins auf verschiedene Arten in Szene gesetzt, um den Käufern als Geschenk für Geschäftspartner, Mitarbeiter, Familie oder Freunde zu dienen. So gibt es beispielsweise Keramik-Sparenten, Filztaschen oder Koch- und Malschürzen mit der Ente als Logo darauf, Enten als Salz- und Pfefferstreuer oder die traditionelle Gummiente in den verschiedensten Ausprägungen zu erwerben. „Auf diese Weise kann etwas Sinnvolles oder Schönes verschenkt und gleichzeitig ein guter Zweck unterstützt werden“, sagt Amann. In schwierigen Situationen sei es eben notwendig, erfinderisch zu sein. Zugleich ist die Fundraising-Beauftragte ein positiv denkender Mensch, wie sie selbst sagt: „Wir schaffen das schon“, ist sie überzeugt.