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Auto des Ex wieder beschädigt

04.11.2020 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für die unbescholtene Angeklagte gab es eine Geldstrafe.   <span class="copyright">Hartinger</span>
Für die unbescholtene Angeklagte gab es eine Geldstrafe. Hartinger

Zudem drohte 35-Jährige ihrem früheren Lebensgefährten.

Weil er die Liebesbeziehung beendet hat, hat eine 35-jährige Südosteuropäerin das Auto ihres ehemaligen Lebensgefährten heuer zwei Mal beschädigt. Zuerst hat sie im Jänner dieses Jahres in ihrer Wut ihr Fahrrad gegen den Pkw des 52-jährigen Mannes geschleudert. Dann hat die junge Frau weiters im August ein Rücklicht seines Fahrzeugs eingetreten.

Nach der ersten Sachbeschädigung blieb der unbescholtenen Beschuldigten eine Gerichtsverhandlung noch erspart. Denn die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat das Strafverfahren mit einer Diversion eingestellt. Die Beschuldigte hat dem Staat eine Geldbuße von 50 Euro bezahlt und ihrem einstigen Partner als Schadenersatz 1500 Euro. Damit blieb ihr eine Vorstrafe erspart.

Verbale Drohung

Nach dem ersten Strafverfahren ist die 35-Jährige rückfällig geworden. Beim Vorfall am 2. August vor seinem Haus ist es nicht bei der zweiten Sachbeschädigung geblieben. Sie hat ihren Ex-Freund zudem in Gegenwart seiner neuen Freundin verbal bedroht. Sie hat angekündigt, ihn umzubringen. Und sie hat zu ihm gesagt, sie werde seinen Penis abschneiden und das Glied seiner neuen Freundin zum Essen geben.

Das trug der Angeklagten am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung ein. Dafür wurde die unbescholtene Arbeitslose zu einer teilbedingten Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 480 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Richter Martin Mitteregger ging von keiner Todesdrohung, sondern nur von einer Drohung mit einer Körperverletzung aus. Deshalb wäre die mögliche Höchststrafe ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätze gewesen. Als Schadenersatz fürs Rücklicht hat sie schon vor der Verhandlung 200 Euro übergeben.

Vor Angst gezittert

Die verbalen Drohungen habe sie nur im Spaß ausgestoßen, sagte die Angeklagte. Ihr Oberländer Ex-Freund sagte aber als Zeuge vor Gericht, er habe danach vor Angst gezittert. Sie lasse ihn mit seiner neuen Freundin nicht in Ruhe. Er denke daher daran, ihr vor dem Bezirksgericht mit einer einstweiligen Verfügung das Betreten seines Grundstücks und den Kontakt zu ihm zu verbieten. Außerdem werde er alle Vorfälle dokumentieren, um sie nötigenfalls wegen Stalkings anzuzeigen.
Der Strafrichter riet der Angeklagten, ihren einstigen Lebensgefährten in Ruhe zu lassen und sich einen anderen Mann zu suchen.

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