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102 Corona-Fälle in Pflegeheimen

10.11.2020 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In den Pflegeheimen gelten Einschränkungen bezüglich der Besuche. <span class="copyright">APA</span>
In den Pflegeheimen gelten Einschränkungen bezüglich der Besuche. APA

Landesrätin Katharina Wiesflecker sieht Einrichtungen gut gerüstet.

Fordernd ist die derzeitige Lage auch für die Verantwortlichen in den Vorarlberger Pflegeheimen. Das sagte die zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) auf Anfrage der NEUE. Derzeit gebe es in ganz Vorarl­berg 102 positiv auf das Coronavirus Getestete in den Heimen – die Hälfte davon Bewohner. In 26 und damit in rund der Hälfte der Einrichtungen gebe es Fälle. In acht Heimen seien es infizierte Bewohner, in 22 seien es Mitarbeiter. Ein Bewohner befinde sich derzeit wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Normalstation im Krankenhaus.

22 Betroffene in einem Heim

Einen größeren Corona-Cluster gibt es jedoch in einem Pflegeheim im Unterland. Dort seien bisher elf Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet worden. Weitere Tests seien noch am Laufen, berichtete die Landesrätin. Der Betrieb in der Einrichtung könne jedoch weiterhin aufrecht erhalten werden. Notfalls könnten auch noch die ambulanten Dienste zur Unterstützung hinzugezogen werden.

Landesrätin Katharina Wiesflecker ist für die Pflegeheime zuständig. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesrätin Katharina Wiesflecker ist für die Pflegeheime zuständig. Hartinger

Die bisher getroffenen Schutzmaßnahmen in den Heimen haben sich aus Sicht von Wiesflecker bewährt. Sie nannte als Beispiel die vor mehreren Wochen ausgesprochene „strenge Empfehlung“, bei direktem Kontakt FFP2-Schutzmasken zu tragen. Auf diese Weise habe man verhindern können, dass im Falle von positiven Corona-Tests ganze Teams ausfallen.

Beschränkungen für Besucher machen sich bezahlt

Auch das sukzessive Zurückfahren bei den Besuchen in den Heimen habe bisher dabei geholfen, die Einschleppung des Virus zu verhindern. Vorerst gelte bis 17. November die Regelung, dass jeder Bewohner maximal jeden zweiten Tag einen Besucher empfangen darf, wobei dies insgesamt nur zwei verschiedene Personen sein dürfen. Allerdings werde man schauen müssen, wie die Bund in dieser Frage weiter vorgehe, sagte Wiesflecker. Verschärfungen seien durchaus möglich.
Positiv bewertete die Landesrätin, dass viele Familien in Vorarlberg freiwillig darauf verzichtet hätten, ihre Verwandten über das Wochenende aus dem Pflegeheim nach Hause zu holen. In anderen Bundesländern sei dies nicht der Fall. Das sei problematisch, da dadurch das Virus in die Einrichtungen eingeschleppt werden könne.