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Größerer Ansturm auf Geschäfte

16.11.2020 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Parkplätze im Messepark waren am Vormittag gut gefüllt.                                 <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Die Parkplätze im Messepark waren am Vormittag gut gefüllt. Klaus Hartinger

Viele nutzen den Tag vor dem Lockdown zum Einkaufen.

Der heute startende Lockdown, der wieder die Schließung der meisten Geschäfte beinhaltet, hat gestern zu einem verstärkten Zulauf zu Einkaufszentren und Baumärkten, aber auch in den Innenstädten geführt. Nachdem schon am Samstag reger Betrieb herrschte, war auch gestern noch einmal einiges los. So war es etwa in der Baywa in Lauterach am Morgen unmöglich, noch einen freien Parkplatz zu ergattern.

Stark erhöhtes Aufkommen

Gegen Mittag beruhigte sich dort die Lage ein bisschen. Am Nachmittag ging es dann aber wieder ungebremst weiter, wie Geschäftsführer Walter Eiben erzählte. Er sprach von einem stark erhöhten Aufkommen, das weit über einem normalen Tag lag. Im Vergleich zum Samstag ging er gestern von einer eher noch stärkeren Nachfrage aus. Auch die Baywa muss ihre Bau- und Gartenmärkte schließen. Einzelne Bereiche für Gewerbekunden bleiben geöffnet. Und es gebe auch noch den Onlineshop, so Eiben. Eingeschränkt sei zudem eine Zustellung bei größeren Sachen möglich.

Eine hohe Kundenfrequenz gab es auch in der Baywa in Lauterach.           <span class="copyright">Hartinger</span>
Eine hohe Kundenfrequenz gab es auch in der Baywa in Lauterach. Hartinger

Von einer „sehr guten Frequenz“, gerade auch im Vergleich zu einem normalen Montag, sprach auch Walter Simma vom Zimbapark in Bürs. Ganz unerwartet sei der Ansturm angesichts des letzten Einkaufstages vor dem Lockdown aber nicht gekommen. Sehr gut ginge der Lebensmittelhandel, so Simma, aber auch alle anderen Shops im Einkaufszentrum seien sehr gut besucht. Allerdings war am Samstag noch mehr los, informierte er.

Appell an Kunden

Wie es nach den drei Wochen ausschauen werde, sei derzeit schwer einzuschätzen, sagte der Center-Manager. Nach dem Lockdown im Frühjahr hätten einige Branchen, etwa der Elektronikhandel, das Verpasste wieder sehr gut aufgeholt. Er hofft, dass das auch dieses Mal der Fall ist. Daher auch sein Appell an die Kunden, nicht online bei den großen Anbietern einzukaufen, sondern die Wiedereröffnung der Geschäfte abzuwarten. Gerade das Weihnachtsgeschäft mache für manche Branchen, etwa den Schmuckhandel, um die 40 Prozent ihres Jahresumsatzes aus, betonte Simma. Deshalb sei es notwendig, dass mit den Einkäufen gewartet werde. „Schmerzhaft ist dieser Lockdown für den Handel ohnedies, aber es geht auch darum, dass nicht alles zusammenbricht.“ Im Zimbapark sind wie schon im Frühjahr Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemarkt, Post sowie Tankstelle, Autowaschanlage und Textilreinigung geöffnet.

Die Geschäfte im Messepark waren gut gefüllt.                            <span class="copyright">Hartinger</span>
Die Geschäfte im Messepark waren gut gefüllt. Hartinger

„Am Vormittag war viel los, ab Mittag hat es sich dann wieder eingependelt“, berichtete Eva Voit vom Messepark in Dornbirn. Mehr als an einem normalen Montag sei es aber auf jeden Fall gewesen, so die Marketingleiterin. Viele Kunden hätten sich noch mit speziellen Sachen eingedeckt. Auch Schnäppchenjäger seien unterwegs gewesen, und Weihnachtskäufe wurden getätigt, informierte Voit.
Auch sie appellierte an die Vorarlberger, die kommenden drei Wochen auf den stationären österreichischen Handel zu warten und nicht online im Ausland zu kaufen. Voit zeigte sich aber zuversichtlich, dass das Weihnachtsgeschäft gut laufen werde.

Auch in den Innenstädten (im Bild Dornbirn) war viel los.         <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Auch in den Innenstädten (im Bild Dornbirn) war viel los. Klaus Hartinger

Zahlreiche Kaufwillige waren gestern auch in den Innenstädten des Landes unterwegs. Darauf deuten zumindest Lokal­augenscheine am Nachmittag in Bregenz und Dornbirn hin. „Richtig viel los“ war auch in der Bludenzer Innenstadt, wie es auf Nachfrage hieß. In allen Geschäften sei die Kundenfrequenz im Vergleich zu normalen Montagen deutlich erhöht gewesen, informierte Stefan Kirisits von der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt.