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Ex-Schwiegersohn erhält 75.000 Euro

24.11.2020 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess um Investitionskosten. <span class="copyright">Hartinger</span>
Prozess um Investitionskosten. Hartinger

Kläger forderte von Mutter seiner Ex-Partnerin 310.00 Euro.

Nach dem Ende der Lebensgemeinschaft hat der Vorarlberger seine Ex-Lebensgefährtin und deren Eltern verklagt und in mehreren Gerichtsverfahren finanzielle Ansprüche gegen sie gestellt. Der Kläger hat auf dem Bauernhof der Familie seiner Partnerin gelebt. Er behauptete, er habe rund 100.000 Euro in das gemeinsam bewohnte Haus inves­tiert. Zudem wollte er für seine Arbeit in der Landwirtschaft der Familie entlohnt werden. Und er verlangte die Herausgabe von Maschinen und Geräten, die seiner Ansicht nach in seinem Eigentum standen.

Vergleich

Für all das hat er von der Mutter seiner früheren Lebensgefährtin 310.000 Euro gefordert. In dem Zivilprozess am Landesgericht einigten sich die Streitparteien am Dienstag nach zweistündigen Verhandlungen auf einen Vergleich zur Beendigung des Verfahrens. Demnach bezahlt die Beklagte dem Kläger spätestens bis zum Jahresende 75.000 Euro. Zudem steuert sie mit 4000 Euro die Hälfte der Gerichtsgebühren bei. Jede Partei kommt für die eigenen Anwaltskosten auf.
Damit nahmen die anwaltlich von Florin Reiterer und Michael Konzett vertretenen Streitparteien den Vergleichsvorschlag von Zivilrichter Alexander Frick an. Der Richter hat auf den ungewissen Prozessausgang hingewiesen und dabei auch darauf, dass der Kläger mit seinen Forderungen wohl nicht zur Gänze durchdringen werde. Und angesichts des hohen Streitwerts drohe ein finanzielles Desaster mit Prozesskosten von rund 100.000 Euro, die am Ende jemand zu tragen habe.

Familiärer Frieden

Klagsvertreter Reiterer gab bekannt, dass mit dem geschlossenen Vergleich auch die beiden anderen Gerichtsverfahren gegen die Ex-Lebensgefährtin des Klägers und deren Vater beendet werden. Der Kläger merkte im Verhandlungssaal an, er habe für den familiären Frieden nachgegeben. Er sei den Kompromiss vor allem aus Rücksicht auf den gemeinsamen minderjährigen Sohn eingegangen.

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