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Haft: Attacke bei Kiosk in Bregenz

25.11.2020 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. Symbolbild/Hartinger

Frau versuchte, Verkäuferin mit Flasche auf Kopf zu schlagen.

Die Arbeitslose hat im August bei einem Kiosk in Bregenz versucht, einen Taschenaschenbecher im Wert von 4,80 Euro zu stehlen. Die ertappte 28-Jährige rannte nach den gerichtlichen Feststellungen ohne Beute davon, verfolgt von der Kiosk-Mitarbeiterin. Demnach blieb die Flüchtende abrupt stehen und versuchte, der Verkäuferin eine Glasflasche gegen den Kopf zu schlagen. Die 25-jährige Trafik-Angestellte konnte nach eigenen Angaben mit dem Kopf noch rechtzeitig ausweichen und wurde nicht getroffen. Unmittelbar danach hat die Angeklagte nach Ansicht des Richters der Verkäuferin damit gedroht, sie umzubringen.

Verurteilt

Dafür wurde die mit acht Eintragungen ins Strafregister belastete Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Der Schuldspruch erfolgte wegen versuchter Körperverletzung und gefährlicher Drohung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verfahrenshelfer Sanjay Doshi meldete volle Berufung an. Nun wird in zweiter Instanz das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) entscheiden.
Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Angeklagt war der versuchte Schlag mit der Glasflasche als Verbrechen der versuchten schweren Körperverletzung mit einem Strafrahmen von sechs Monaten bis fünf Jahren Haft. Richter Richard Gschwenter ging jedoch nur davon aus, dass die Angeklagte die Verkäuferin leicht verletzen wollte.

Tätige Reue

Angeklagt war die Mutter eines Kindes auch wegen versuchten Diebstahls des Aschenbechers. Der Richter nahm allerdings zu ihren Gunsten eine straffreie tätige Reue an. Wie Gschwenter in seiner Urteilsbegründung ausführte, habe die Angeklagte das in ihrer Tragetasche versteckte Diebesgut zurückgegeben, bevor die Polizei von der Tat erfahren hat. Die Kiosk-Mitarbeiterin sagte vor Gericht als Zeugin, sie habe die Angeklagte dazu aufgefordert, den eingesteckten Aschenbecher zurückzugeben.

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