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Mangold weiter auf Expansionskurs

25.11.2020 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Café-Bereiche mussten wegen des Lockdowns geschlossen werden. <span class="copyright">Mangold</span>
Die Café-Bereiche mussten wegen des Lockdowns geschlossen werden. Mangold

Heuer wird mit einem leichten Umsatzplus gerechnet.

Die Bäckerei Mangold GmbH dürfte kommendes Jahr in Vorarlberg aller Voraussicht nach ihre 40. Filiale eröffnen. Aktuell hält das Familienunternehmen im Ländle bei 36 Filialstandorten. Wie der geschäftsführende Gesellschafter Egon Haag im wpa-Gespräch bestätigte, beabsichtige man die Inbetriebnahme einer weiteren Filiale mit Verkaufs- und Café-Bereich in Nüziders. Das wäre dann Nummer 37.

Interessantes Einzugsgebiet

Er begründet die Standortauswahl in der Waldburgstraße 43 in Nüziders mit der Lage an der Stadteinfahrt zu Bludenz. Zudem handle es sich um ein interessantes Einzugsgebiet mit dörflichem Charakter. Aktuell seien die Behördenverfahren am Laufen. Gibt es grünes Licht, so könnte die Eröffnung gegen Ende des ersten Quartals 2021 stattfinden. Zuvor müssten die angemieteten Geschäftsflächen noch entsprechend mit Theke und Café-Bereich samt etwa 30 Sitzplätzen ausgestattet werden. Mit der neuen Filiale gehen auch zehn bis zwölf neue Arbeitsplätze einher.

Weitere Projekte

Unabhängig vom geplanten Standort in Nüziders gebe es derzeit auch noch drei weitere Projekte für Filialen in Vorarlberg in der Pipeline. Für Details sei es derzeit noch zu früh, sagte Haag. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass eine Umsetzung nächstes Jahr möglich sein dürfte. Dass das Unternehmen auch in herausfordernden Zeiten am Expansionskurs festhält, begründet Haag mit der „positiven Grundstimmung“ im Unternehmen. Denn als Lebensmittelhersteller sei man versorgungsrelevant für die Bevölkerung.

Café-Bereiche geschlossen

Aber die Schließung der Gastronomie im Frühjahr sowie jetzt im zweiten Lockdown trifft auch die Bäckerei Mangold. Denn bei den Filialstandorten ist neben dem reinen Verkaufsbereich auch ein Café-Bereich zum Verweilen angeschlossen. „Der war im Frühjahr zu und ist auch jetzt zu“, berichtete Haag. Im Frühjahr habe das dem Unternehmen zwischen Mitte März und Mai 2020 einen Umsatzrückgang von 30 Prozent beschert. Im nunmehrigen Lockdown bewege man sich bei minus 15 Prozent.

Leichtes Umsatzplus

„Diesen verlorenen Umsatz im Café-Bereich kann man nicht mehr aufholen. Denn die Menschen gehen nach einem Lockdown deswegen nicht dreimal so oft ins Café. Das werden wir auch auf der Ertragsseite zu spüren bekommen“, so Haag. Da jedoch die Sommermonate eine Steigerung mit sich gebracht haben und man mehrere neue Filia­len eröffnet habe, rechnet Haag im Gesamtjahr 2020 mit einem leichten Umsatzplus. Im Vorjahr betrug das Geschäftsvolumen rund 23 Millionen Euro.

Günther Bitschnau/wpa

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