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Der Ex Staubsauger nachgeworfen

27.11.2020 • 19:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Symbolbild/Klaus Hartinger

Geldstrafe und bedingte Haftstrafe für Vorbestraften.

Der geständige Angeklagte aus dem Bezirk Bregenz hat seiner Ex-Freundin einen Staubsauger nachgeworfen. Die Frau wurde nicht getroffen, weil sie rechtzeitig ausweichen konnte. Den Vorfall wertete Richter Georg Furtschegger bei der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch als versuchte Körperverletzung.
Zudem hat der 34-Jährige seiner früheren Partnerin mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Auch dafür wurde er wegen versuchter Körperverletzung schuldig gesprochen.
Des Weiteren wurde der Angeklagte wegen versuchter Nötigung verurteilt. Denn er hatte am selben Tag seiner Ex-Freundin damit gedroht, sie zu schlagen und ein Glas auf sie zu werfen, wenn sie die Wohnung nicht sofort verlasse.

Elf Vorstrafen

Für all das wurde über den mit elf Vorstrafen belasteten Arbeitslosen eine bedingte, nicht zu verbüßende Haftstrafe von drei Monaten und eine unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je vier Euro) verhängt. Als Teilschmerzengeld hat der Unterländer der Frau 500 Euro zu bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da der Angeklagte und die Staatsanwältin drei Tage Bedenkzeit in Anspruch nahmen. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht sieben Monaten Haft.

Nächstes Mal Haft

Weil der Angeklagte reumütig geständig gewesen sei, müsse er trotz seiner acht einschlägigen Vorstrafen nicht ins Gefängnis, sagte der Richter. In der Vergangenheit sei der Angeklagte stets mit Geldstrafen davongekommen. Eine neuerliche Geldstrafe sei angesichts der vielen Vorstrafen jetzt aber nicht mehr möglich. Der Richter erklärte dem Angeklagten vor der Urteilsverkündung, eine zumindest teilweise erfolgte Wiedergutmachung wäre ein Milderungsgrund. Der Angeklagte sagte dazu, er könne im Verhandlungssaal noch nichts zahlen. Das wenige Geld in seiner Geldtasche benötige er für sich selbst.

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