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ÖVP und Neos von Ritsch schockiert

27.11.2020 • 20:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Stiplovsek

Pinke und Schwarze sind gegen Reinhold Einwallner als Stadtamtsdirektor.

In Bregenz sind nicht alle Parteien über die Vorgehensweise des neuen Bürgermeisters erfreut. Vor allem ÖVP und Beos äußern sich kritisch gegenüber der Postenbesetzung des Stadtamtsdirektors, die Reaktionen:

Alexander Moosbrugger, Neos

Alexander Mossbrugger. <span class="copyright">Archiv</span>
Alexander Mossbrugger. Archiv

Der neue Bürgermeister wäre gut beraten, die Corona-Krise und die gravierenden Auswirkungen auf die Landeshauptstadt auf seine Agenda zu setzen, und nicht nach weniger als 30 Tagen im Amt SPÖ-Parteifunktionäre in Jobs zu hieven, für die sie absolut nicht qualifiziert sind! Der jetzige Stadtamtsdirektor hat sich absolut nichts zuschulden kommen lassen und ist für diesen Job absolut qualifiziert. Reinhold Einwallner fehlt der juristische Background komplett. Aus dem Programm „Bürgermeister für Alle“ ist schnell „Postenschacher für Parteifreunde“ geworden!

Philipp Kuner, FPÖ

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Philipp Kuner. Archiv

Ein neuer Bürgermeister stellt sich sein eigenes Team zusammen. Das halte ich für durchaus legitim. Stadtamtsdirektor und Bürgermeister arbeiten eng zusammen, daher ist es nachvollziehbar, wenn Michael Ritsch sich eine vertraute Person ins Boot holt. Ich sehe das positiv, manchmal braucht es Personalrochaden.

Sandra Schoch, Grüne

Sandra Schoch. <span class="copyright">Philipp Steurer</span>
Sandra Schoch. Philipp Steurer

Ich kann mich dazu noch nicht äußern, weil ich nicht mehr weiß, als das was in den Zeitungen steht. Ich habe darum gebeten, dass die Personalleiterin bei der Stadtratssitzung anwesend ist und erläutert, wie es tatsächlich aussieht. Wir werden uns das anhören und dann eine Entscheidung treffen.

Veronika Marte, ÖVP

Veronika Marte. <span class="copyright">ÖVP/Daniel Mauche</span>
Veronika Marte. ÖVP/Daniel Mauche

Es stellt sich die Frage, ob sich Bürgermeister Ritsch in einem unkontrollierten Machtrausch befindet? Es deutet alles darauf hin, dass der laut Eigendefiniton „Bürgermeister für Alle“ aus dem Rathaus eine Außenstelle der SPÖ-Parteizentrale mit hundertprozentig Ritsch-hörigen Mitarbeitern machen will. Bei den geplanten Umbesetzungen in der Stadtamtsdirektion und der Kulturabteilung oder der Schaffung einer eigenen ­Personalabteilung ist von Offenheit und Transparenz nicht mehr viel übriggeblieben.

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