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“Vollgas in der Vorbereitung”

30.11.2020 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Montforthaus in Feldkirch wurde am Montag mit dem Aufbau begonnen.    <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Im Montforthaus in Feldkirch wurde am Montag mit dem Aufbau begonnen. Stiplovsek

In den Gemeinden bereitet man sich auf die Massentests vor.

Die für das kommende Wochenende geplanten gro­ßen Massentestungen verlangen den Gemeinden derzeit einiges ab. „Aus dem Nichts auf die Beine stellen“ und „große organisatorische Herausforderungen“ sind einige der Meldungen, die es diesbezüglich von den Kommunen gibt. Die Teststationen sind überall mittlerweile bestimmt. Nun geht es darum, alles Notwendige zu organisieren und die Stationen aufzubauen und einzurichten. Der Aufbau soll dabei größtenteils durch die Feuerwehr erfolgen, die bei den Testungen selbst auch den Ordnungsdienst übernehmen wird. Wie viele Feuerwehrleute landesweit dafür im Einsatz sind, lasse sich nicht sagen, berichtet Günther Watzenegger, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands: „Das Ganze wird sehr dezentral direkt in den Gemeinden organisiert.“

80 Teststationen

Bekanntlich werden vorarl­bergweit 80 Teststationen (zumeist in Schulen, Veranstaltungshäusern und Ähnlichem) eingerichtet, die jeweils für bis zu 5000 Menschen gedacht sind. Seit gestern kann man sich für die Tests anmelden (siehe links). Getestet wird an allen drei Tagen von 7 bis 17 Uhr. Ab 17 Uhr sollen dann die zuvor beim Schnelltest positiv Getesteten an denselben Teststationen den zuverlässigeren PCR-Test machen.

In Lustenau werden vier Teststationen eingerichtet. Gestern war man dort unter anderem am Organisieren des dafür notwendigen Mobiliars. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Gemeinde waren dabei, ihre jeweiligen Teams für die Tests aufzustellen, hieß es. Bis Mittwochabend sollte dann alles stehen, so der Plan.

Im Festspielhaus werden zwei Teststationen eingerichtet.      <span class="copyright">Hartinger</span>
Im Festspielhaus werden zwei Teststationen eingerichtet. Hartinger

Sechs Teststationen wird es in der Landeshauptstadt geben, für die sich die Bregenzer und Bregenzerinnen anmelden können. Laut gestrigem Stand sollen diese am Donnerstag aufgebaut und eingerichtet werden, wie es vonseiten der Stadt hieß. An sieben Orten wird man sich in Feldkirch testen lassen können. Einer der Schauplätze ist dabei das Montforthaus, wo gestern schon aufgebaut wurde. Die drei Testzentren in Hohenems werden am Donnerstag eingerichtet, wurde mitgeteilt.

Das Rote Kreuz ist mit 960 Mitarbeitern im Einsatz.        <span class="copyright">Paulitsch</span>
Das Rote Kreuz ist mit 960 Mitarbeitern im Einsatz. Paulitsch

Fast 1000 Leute im Einsatz. Einer der Hauptakteure bei der Massentestung ist das Rote Kreuz. 960 von dessen Mitarbeitern werden im Einsatz sein, informiert Roland Gozzi, Geschäftsführer des Landesverbands. Weitere 100 Personen stehen bereit, falls mehr Menschen kommen als erwartet. Weitere Mitarbeiter brauche es nicht, betont Gozzi: „Wir sind voll.“

Der Rot-Kreuz-Geschäftsführer geht davon aus, dass es letztlich an die 160.000 bis 170.000 Vorarlberger und Vorarlbergerinnen sind, die sich testen lassen werden. Angesichts dessen, dass alle Kinder unter sechs Jahren wegfallen, sowie Personen, die sowieso regelmäßig getestet werden oder sich erst unlängst einem Test unterzogen haben, hält er das für eine realistische Einschätzung. Das Rote Kreuz ist gemeinsam mit der Landeszentrale für die Ablauforganisation zuständig. „Derzeit sind wir Vollgas in der Vorbereitung.“

Die Schutzausrüstungen werden zusammengestellt.   <span class="copyright">Koppitz</span>
Die Schutzausrüstungen werden zusammengestellt. Koppitz

In die Massentes­tungen involviert ist auch das Bundesheer. „Grundsätzlich sind wir für den Transport verantwortlich“, informiert Michael Kerschat vom Militärkommando Vorarlberg. Die für das Land benötigten Tests wurden gestern mit einem Lkw aus Wien in die Walgaukaserne in Bludesch geliefert. Heute Vormittag werden sie dort auf Kleinfahrzeuge umgeladen und zu den 80 Teststationen gebracht. Am Wochenende werden zudem bei Engpässen weitere Tests zu den Stationen und die PCR-Tests von allen Stationen ins Labor gebracht.

„Zusätzlich wird von uns auch Schutzausrüstung ausgeliefert“, so Kerschat weiter. Diese Pakete wurden gestern zusammengestellt und auf Heeres-Lkw verladen. Weiters werden vom Bundesheer 20 Sanitäter gestellt, die in einzelnen Gemeinden die Tests abnehmen werden. Insgesamt sind es rund 120 Leute, die das Heer im Einsatz habe, berichtet Kerschat.

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