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Banges Hoffen – der Handel ist bereit

01.12.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorprogrammierter Ansturm in Einkaufzentren am 7. Dezember?<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Vorprogrammierter Ansturm in Einkaufzentren am 7. Dezember?Klaus Hartinger

Der Handel wartet gespannt auf die neuen Verordnungen.

Der 8. Dezember ist der Vorweihnachtseinkaufsfeiertag schlechthin. Wenn der Handel am kommenden Montag aufsperren darf, ist ein Ansturm auf die Geschäfte zu erwarten. Das könnte eine Gratwanderung werden. Das ist unbestritten. Wirtschaftskammer (WKV)-Sparten-Geschäftsführer Michael Tagwerker geht auf jeden Fall davon aus, dass geöffnet wird: „Alles andere wäre nicht nachvollziehbar. Die Zahlen sind am Sinken, und wir werden alles dafür tun, dass die strengen Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben der Regierung eingehalten werden.“

Menschenverstand

Das Bedürfnis, real einkaufen zu gehen, ist groß. Aber Tagwerker appelliert an den gesunden Menschenverstand. „Wenn man merkt, es bilden sich Schlangen oder Menschentrauben, sollte man diese Orte meiden. Dann lieber am nächsten Tag wiederkommen. Die Lager sind voll. Und es gibt derzeit alles im Überfluss“, betont der Spartengeschäftsführer. Generell hofft der Handel natürlich auf reges Interesse und großen Zuspruch. Aber die Sicherheit steht dennoch an erster Stelle.

Messepark

„Wir sind gut vorbereitet und erwarten auch, dass wir aufsperren dürfen“, erzählt Burkhard Dünser Geschäftsführer im Messepark Dornbirn. „Am Mittwoch sollten wir dann mehr wissen. Ich bin jetzt über 35 Jahre hier, aber ich habe noch nie etwas so schwer einschätzen können wie die derzeitige Situation.“ Deshalb ist eine konkrete Prognose in seinen Augen derzeit schwierig. „Wir haben die Mannschaft aufgestockt. Vor allem beim Verkehrsdienst und Sicherheitsdienst. Falls viele Menschen kommen, müssen wir schauen, dass da alles in geordneten Bahnen abgeht.“

„Also, wenn es aufgeht, dann glaub ich schon, dass viele kommen werden, am Montag und vor allem am Dienstag“, ergänzt Dünser. Das Kundenverhalten hat sich seit Corona massiv verändert. „Das ist für uns alle völliges Neuland.“ Dass die zwei wichtigsten Zeiten im Händler-Jahr von den Lockdowns betroffen waren, spüren alle. Deshalb sitzen jetzt alle auf Nägeln. Aber für die Kunden ist das eine gute Situation: „Denn die Lager sind übervoll. Das Angebot für die Kunden im stationären Handel ist riesig.“

Zimbapark

Auch Walter Simma vom Zimbapark in Bludenz/Bürs zeigt sich bereit: „Wir gehen schon davon aus, dass wir am 7. Dezember aufsperren können. Der Extra-Wachdienst ist schon bestellt. Auch die Hygienemaßnahmen werden wir wieder massiv hochfahren.“ Simma geht davon aus, dass viele Leute kommen werden. Aber es wird sich verteilen auf die ganze Woche. „Wobei der 8. Dezember immer schon traditionell stark war. Und das könnte heuer noch mehr sein“, so Simma. Aber man habe aus dem letzten Lockdown und aus dem Ansturm vor dem neuerlichen Lockdown einiges gelernt.

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