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Haft: Mädchen Geld für Sex angeboten

01.12.2020 • 19:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
67-Jähriger hat mehrfach vergeblich 20 Euro für Sex angeboten.  <span class="copyright">Symbolbild/APA</span>
67-Jähriger hat mehrfach vergeblich 20 Euro für Sex angeboten. Symbolbild/APA

Elf Monate Haft für mit neun Vorstrafen belasteten 67-Jährigen.

Der 67-Jährige hat nach Ansicht des Richters im Februar beim Dornbirner Bahnhof und danach während der Zugfahrt nach Bregenz drei minderjährigen Mädchen mehrfach vergeblich 20 Euro für Sex angeboten. Das trug ihm am Dienstag beim Strafprozess am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen ein.

Elf Monate Gefängnis

Dafür und wegen anderer Delikte wurde der neunfach Vorbestrafte zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen drei Haftmonate aus einer offenen Vorstrafe wegen gefährlicher Drohungen vom Vorjahr. Damit beträgt die Gesamtstrafe elf Monate Gefängnis. Als Teilschmerzengeld hat der Angeklagte einem der Mädchen 100 Euro zu bezahlen. Das Urteil von Richter Thomas Wallnöfer ist nicht rechtskräftig. Denn der Angeklagte meldete sofort volle Berufung an. Damit wird nun in zweiter Instanz das Oberlandesgericht Innsbruck entscheiden. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Haft gewesen.

Hausverbot

Schuldig gesprochen wurde der Pensionist auch wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, Beleidigung und Diebstahls. Demnach hat er sich im August der Wegweisung durch die Polizei aus einem Bregenzer Geschäft, das er trotz des für ihn bestehenden Hausverbots betreten hatte, verbal zu widersetzen versucht. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Angeklagte den drei Polizisten damit gedroht, er werde ein Gewehr holen und sie erschießen. Zudem hat er die Beamten laut Urteil belei­digt, indem er sie vor Zeugen als Scheißpolizisten und Lehrbuben bezeichnet hat.

Rasierer gestohlen

Fünf Tage davor ist der Rentner dabei erwischt worden, als er in einem Bregenzer Supermarkt einen Rasierer zum Kaufpreis von 5,99 Euro gestohlen hat. Nur dazu war der Angeklagte geständig.
Er bestritt, den drei Mädchen Geld für Sex angeboten zu haben. Das habe er nicht notwendig, weil er eine Freundin habe, sagte der Angeklagte. Die Mädchen würden ihn zu Unrecht belasten, weil sie von ihm Geld haben wollten. Der Strafrichter hielt aber die belastenden Angaben der drei Mädchen für glaubwürdig. Ein Fahrgast im Zug fotografierte den Beschuldigten, der daraufhin ausgeforscht werden konnte.

Nicht rechtskräftig

Im Juli ist der 67-Jährige am Landesgericht wegen versuchter Nötigung, gefährlicher Drohung und Diebstahls zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dieses Urteil ist nicht rechtskräftig. Dazu hat die Berufungsverhandlung noch nicht stattgefunden.

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