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Land ruft zur Teilnahme an Tests auf

02.12.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Massentestung der österreichischen Bevölkerung hat gestern in der Salzburger Gemeinde Annaberg-Lungötz begonnen. In Vorarlberg haben sich mehr als 50.000 Menschen (Stand 18 Uhr) angemeldet. <span class="copyright">APA/BARBARA GINDL</span>
Die Massentestung der österreichischen Bevölkerung hat gestern in der Salzburger Gemeinde Annaberg-Lungötz begonnen. In Vorarlberg haben sich mehr als 50.000 Menschen (Stand 18 Uhr) angemeldet. APA/BARBARA GINDL

Mehr als 50.000 Vorarlberger haben sich bereits registrieren lassen.

Sichtlich erleichtert konnte Wallner gestern im Pressefoyer nach der Regierungssitzung erfreuliche Zahlen präsentieren. Zum einen gehen die Corona-Neuinfektionen weiterhin deutlich zurück, zum anderen lagen zu diesem Zeitpunkt (Dienstag, 11 Uhr) bereits 43.000 Anmeldungen zu den Massentests vor. „Das ist gut, aber da geht noch mehr“, appellierte er gemeinsam mit Landesrat Chris­tian Gantner (ÖVP) erneut an die Bevölkerung, sich am Wochenende testen zu lassen.
Wie berichtet werden von Freitag bis Sonntag in 80 Teststationen im ganzen Land Antigen-Tests durchgeführt. Die Ergebnisse sollen innerhalb einer Stunde per SMS oder telefonisch abgefragt werden können.

Test und Impfung als ­Strategie

Wallner bezeichnete die Teilnahme am Massentest als „wichtigen Beitrag, um Infektionsquellen zu finden, Infektionsketten zu unterbrechen und die Pandemie somit zurückzudrängen“. Weiters sieht er Massentestungen in Kombination mit einer „wahrscheinlich ab Jänner möglichen“ Corona-Impfung als Strategie an, „um aus permanenten Lockdowns herauszufinden“. Man habe bisher keine so guten Instrumente „wie jetzt“ zur Verfügung gehabt. Wallner ist sich sicher, dass man mit den ersten Massentests wichtige Erfahrungen für mögliche weitere große Testungen im nächsten Jahr sammeln werde. Landesrat Gantner erinnerte daran, dass mit der Massentestung am Wochenende wohl gleich viele Corona-Infizierte „herausgefischt werden können, wie wir jetzt aktuell Fälle haben“. Großen Dank richtete er an die Helfer, die innerhalb einer Woche die wohl größte gemeinsame Aktion stemmen würden.
Bei den Testungen werden laut Gantner täglich 1600 Mitarbeitende im Einsatz sein. Die Tests werden von geschultem Personal aus dem Gesundheitsbereich, von zertifizierten Rettungssanitätern sowie anderen befähigten Personen durchgeführt. Unterstützt werden sie durch Mitglieder der Feuerwehr, der Bergrettung, der Wasserrettung sowie Gemeindebediensteten, die für die Ordnungsdienste und den organisatorischen Ablauf verantwortlich sind.

Solidarität

Waller erinnerte daran, dass die Belastung für die Spitäler und das dort arbeitende Personal „immer noch enorm“ sei. „Deshalb müssen wir alles tun, damit die Zahlen noch deutlicher heruntergehen“, appellierte er auch an die Solidarität. „Die Flächentestung bietet die Möglichkeit, einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten. Jede und jeder Teilnehmende hilft uns, die weitere Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.“