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“Angemessenere Lösung” gewünscht

02.12.2020 • 15:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Archivbild/Philipp Steurer</span>
Archivbild/Philipp Steurer

Gapp: “Am Ende freuen wir uns, dass wir ein Angebot anbieten dürfen”.

Die Vorarlberger Seilbahnbetreiber haben keine Freude mit der Entkoppelung von Tourismus, Gastronomie und Seilbahnen, sind aber froh, dass sie ab 24. Dezember wieder aufsperren dürfen. Man hätte sich eine “angemessenere Lösung für die Skigebiete” gewünscht, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. “Am Ende freuen wir uns aber, dass wir überhaupt unseren Gästen wieder ein Angebot bieten dürfen”, sagte Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen.

Gapp würdigte auch den Umsatzersatz für den verspäteten Saisonstart als “gute Lösung”. Dass es aber bis 7. Jänner keine Einkehrmöglichkeiten am Berg geben werde, schmerze. Tourismus, Gastronomie und Seilbahnen seien Puzzlestücke, die zusammengehören. Die Gastronomie am Berg nehme eine ganz andere Funktion ein als unten im Tal, so Gapp.

Die Entkoppelung von Tourismus und Seilbahnen sei auch deshalb zu hinterfragen, weil der Tourismus in Vorarlberg in einem hohen Maß von Übernachtungsgästen abhängig sei. Diese Gästegruppe breche nun auch in den Skigebieten komplett weg. “In diesem Sinne wäre folgende Lösung sinnvoll gewesen: Jene Skigebiete, die hauptsächlich einheimische Gäste haben, können ihren Betrieb aufnehmen und jene, die größtenteils vom Übernachtungsgast abhängig sind, können geschlossen halten”, sagte Gapp. Nun aber würden die Skigebiete vor einem wirtschaftlichen Balanceakt stehen. “In der ersten Zeit werden einige Skigebiete vermutlich nicht alle Anlagen öffnen können, da dies unter den gegebenen Umständen aus wirtschaftlicher Perspektive einfach nicht möglich ist”, so der Fachgruppenobmann.

APA