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Stadttunnel: Umsetzung wird vorangetrieben

02.12.2020 • 15:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Archivbild/Mirjam Mayer

Land Vorarlberg gibt 23 Millionen Euro für das Bauvorhaben frei.

Das Land Vorarlberg treibt die Umsetzung des in Feldkirch geplanten Stadttunnels voran. Wie der zuständige Landesrat Marco Tittler (ÖVP) am Mittwoch informierte, wurden in der Sitzung der Landesregierung am Dienstag 23 Mio. Euro für die nächsten Bauarbeiten frei gegeben. Das Geld fließt in eine Reihe vorbereitender Maßnahmen, voraussichtlich zum Ende des Jahres 2022 soll die Ausschreibung des Haupttunnels – das Projekt umfasst vier Tunneläste – erfolgen.

Der Beschluss der Landesregierung wird lediglich von der ÖVP getragen, die grünen Regierungsvertreter stimmten dagegen. Der Stadttunnel Feldkirch soll die sogenannte “Bärenkreuzung” (täglich 40.000 bis 50.000 Kraftfahrzeuge) sowie zwei Grenzübergänge entlasten. Laut Planung wird die Verkehrsreduktion an den neuralgischen Stellen etwa ein Viertel betragen, der Schwerverkehr soll um 60 Prozent verringert werden.

Das Projekt ist in Teilen der Bevölkerung umstritten, nach einem in erster Instanz 2015 erteilten UVP-Bescheid dauerte es nach mehreren Einsprüchen bis Juni 2019, bis ein konsumierbarer UVP-Bescheid vorlag. Seitdem wurden erste bauliche Schritte gesetzt. Tittler bezifferte die Kosten für den Stadttunnel mit 260 bis 275 Mio. Euro, zu denen der Bund 40 Mio. Euro beisteuert. Dem UVP-Bescheid zufolge muss der Tunnel bis spätestens 2030 gebaut sein.

Die vorbereitenden Maßnahmen, die ab Februar 2021 in Angriff genommen werden, umfassen etwa die Errichtung von Lärmschutzwänden, den Bau von Erkundungsstollen, aber auch neue Radverkehrsverbindungen. Ebenfalls eingerichtet wird ein Informations- und Besucherzentrum. Dort soll die Bevölkerung ab Sommer 2021 in unterschiedlicher Form über das Projekt und die jeweiligen Bauabschnitte informiert werden. Hinsichtlich der Akzeptanz des Stadttunnels sei es sehr wichtig, “dass die Leute sehen, was kommt”, sagte Tittler. Der Feldkircher Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP) meinte in Bezug auf Befürworter und Gegner, es stehe “9:1 für den Stadttunnel”. Das Projekt werde seit Generationen angestrebt und er sei sehr dankbar, dass sich die Landesregierung klar dazu bekenne.

APA

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