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Schüler fühlen sich im Stich gelassen

04.12.2020 • 18:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Maturanten fordern weniger Stoff zur Matura. <span class="copyright">BG Feldkirch</span>
Die Maturanten fordern weniger Stoff zur Matura. BG Feldkirch

Umfrage unter Schülern zeigt, dass Situation sehr belastend ist.

Vorarlbergs Schüler fühlen sich im Stich gelassen. Zumindest ist das das Ergebnis einer landesweiten Umfrage, an welcher sich 2600 Jugendliche beteiligt haben. Initiiert wurde diese Umfrage von der Landesschülervertretung, und die Conclusio fällt ernüchternd aus.
„Die erschreckenden Ergebnisse unterstreichen unsere Forderung nach Klarheit und Planungssicherheit. Die Schüler leiden unter dem verstärkten Leistungsdruck, dazu kommen die ständige Unsicherheit und immer mehr Zukunftsängste“, so AHS-Landesschulsprecher Maximilian Kubesch und weiter: „Jetzt, wie von Minister Faßmann geplant, Schularbeiten stattfinden zu lassen und damit den Druck noch mehr zu erhöhen, ist fahrlässig.“

Weniger Stoff gefordert

Die Interessenvertreter fühlen sich von der Bundesregierung nicht ernst genommen und stellen fest, dass anderen Bereichen deutliche mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als der Bildung. „Während der Skitourismus in Vorarlberg derzeit oberste Priorität hat, werden mehr als 50.000 Schüler, deren Eltern und Lehrer im Stich gelassen. Wir wollen, aber vor allem brauchen Klarheit – über die Schulen und nicht über Skilifte“, beschwert sich BS-Landesschulsprecher Roni Hoti.

Maximilian Kubesch ist AHS-Landesschulsprecher fordert, Klarheit und Planungssicherheit von Bildungsminister Faßmann. <span class="copyright">Privat/Kubesch</span>
Maximilian Kubesch ist AHS-Landesschulsprecher fordert, Klarheit und Planungssicherheit von Bildungsminister Faßmann. Privat/Kubesch

Das Wohlbefinden im Unterricht sinkt weiter, Angst, Unsicherheit und Stress bestimmen den Schulalltag in Zeiten von Corona. „Die Schüler Vorarlbergs sprechen ein vernichtendes Urteil über die Politik des Bildungsministeriums“, fasst die BMHS-Landesschulsprecherin Annika Wakolbinger die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Gerade einmal 24 Prozent fühlen sich in der aktuellen Lage wohl. Auch nur ein Viertel ist zufrieden mit der aktuellen Lösung. Die HLW-Maturantin Annika Wakolbinger führt weiter aus: „Bescheidene fünf Prozent der Maturanten sind mit der voraussichtlichen Lösung der Matura 2021 vollständig zufrieden. Außerdem fühlen sich über 80 Prozent von ihnen nicht genügend auf die Matura vorbereitet.“ Maximilian Kubesch schließt ab: „Minister Faßmann muss endlich einlenken und den Stoff der schriftlichen und mündlichen Matura weiter kürzen, dies wird auch von über 90 Prozent der Maturanten gefordert.“

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