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Überschaubarer Andrang auf Geschäfte

07.12.2020 • 14:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Messepark in Dornbirn war gut besucht. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Der Messepark in Dornbirn war gut besucht. Klaus Hartinger

Auch im Messepark hielt sich der Kundenandrang in Grenzen.

Der erste Einkaufstag nach dem harten Lockdown sorgt für weniger Kundenansturm als im Vorfeld befürchtet. Aus mehreren Bundesländern meldeten Einkaufszentrumsbetreiber und Händler zwar regen Betrieb, von einem übermäßigen Andrang kann aber keine Rede sein. “Es dürfte damit zusammenhängen, dass die Gastronomie als wichtiger Frequenzbringer des Handels noch bis mindestens 7. Jänner geschlossen bleibt”, sagte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will am Montag.

Am morgigen verkaufsoffenen Feiertag (Maria Empfängnis) dürfte der Andrang allerdings deutlich zunehmen, auch Schlangenbildungen vor den Friseursalons, Möbel-, Textil- und Elektrogeschäften seien zu erwarten, so der Handelsverband.

Rabatt-Aktionen

Einige Händler sorgten erneut mit Rabattaktionen für Unverständnis in der Branche. Trotz Appells der Wirtschaftskammer, auf Rabattschlachten nach dem Lockdown-Ende im Handel zu verzichten, bewarben heimische Möbelhändler am Wochenende großflächig ihre Aktionen von bis zu minus 50 Prozent. Auch Gewerkschafterin Barbara Teiber von der GPA kritisierte am Montag entsprechende Rabatte, die zu einem Gedränge führen könnten.

Laut XXXLutz sind die Aktionen in einem üblichen Ausmaß und würden nicht die Frequenzwarengruppen – etwa Weihnachtsware – betreffen. Auch seien die Verkaufsflächen im Möbelhandel so groß, dass es hier nie zu einem Engpass kommen könne, sagte ein Sprecher des Möbelunternehmens zur APA. Pro Kunde müssen mindestens 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen, für Kunden und Mitarbeiter besteht weiterhin Maskenpflicht. In Shoppingcentern wird als Fläche nur jene von Geschäften gewertet.

Andrang im Messepark blieb aus

Der Messepark war am ersten Tag der Wiedereröffnung gut besucht, ein Ansturm blieb aber aus. Anders als etwa an Adventwochenenden in “normalen” Jahren gab es weder einen Kampf um Parkplätze noch ein dichtes Gedränge in den Gängen. Auffallend viel Wachpersonal hatte ein Auge darauf, dass das Einkaufen in geregelten Bahnen ablief.

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Klaus Hartinger

Wie ein Lokalaugenschein zeigte, gaben sich die Einkäufer aber ohnehin sehr diszipliniert. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erwies sich als Selbstverständlichkeit, auch wurden die Stationen zur Hand-Desinfektion rege genutzt. Vor manchen, kleineren Geschäften bildeten sich Schlangen, damit sich nicht zu viele Personen auf einmal im Geschäftslokal aufhielten. Aber auch in den Wartelinien wurde auf genügend Abstand geachtet.

Vorweihnachtsgeschäft

Der Einzelhandel befindet sich gerade in der heißesten Phase des Jahres. Die Betriebe haben im Vorweihnachtsgeschäft Milliarden durch die coronabedingten Schließungen verloren. 17 geschlossene Einkaufstage würden bei den mehr als 22.000 Geschäften für einen Umsatzverlust von bis zu 2,7 Mrd. Euro sorgen, ermittelte der Handelsverband. Durch den “Lockdown Light” würden dem Handel im Dezember weiterhin rund 150 Mio. Euro pro Woche entgehen. Der Verband forderte angesichts der Konsumflaute erneut Österreich-Schecks, also Gutscheine in Höhe von mehreren hundert Euro, die im heimischen Handel eingelöst werden können.

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