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„Bekomme viele unfreundliche Mails“

09.12.2020 • 20:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andreas Kappaurer ist pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg. <span class="copyright">Privat/Andreas Kappaurer</span>
Andreas Kappaurer ist pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg. Privat/Andreas Kappaurer

Andreas Kappaurer berichtet über aggressiven Ton der Maskengegner.

Die meisten Schulen haben am Mittwoch wieder mit dem Regelunterricht begonnen. Die Übergangsphase war somit etwas länger als in der Vergangenheit. „Die Schulen sind das meines Wissens durch die Bank sehr entspannt angegangen. Trotz Maskenpflicht. Die längere Vorlaufphase dieses Mal haben wir wohlwollend zur Kenntnis genommen. Das kennen wir auch anders“, scherzt Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg.

Aggressive Maskengegner

Es gibt natürlich Maskengegner, betont Kappaurer. „Die haben sich auch schon zusammengeschlossen. Ich bekomme da seit Tagen Mails, die mitunter in einem aggressiven Ton gehalten sind.“ Man versuche vonseiten der Bildungsdirektion, diese Dinge von den Schulen, so gut es geht, fernzuhalten. Zudem habe sich die Situation auch schon wieder etwas ­beruhigt. Vor allem eine Direktive des Bildungsministeriums habe zur Beruhigung der erhitzten Gemüter beigetragen. „Falls das Kind keine Maske tragen will oder kann, dann ist es entschuldigt und gilt für diese Zeit als krankgemeldet und muss nicht am Präsenzunterricht teilnehmen“, erklärt Kappaurer. Das habe viel Druck aus der Diskussion genommen.
Laut dem pädagogischen Leiter sind das derzeit nicht so viele Schüler in Vorarlberg. Er hat am Mittwoch mit drei Schulen telefoniert, an denen sich jeweils ein Schüler abgemeldet hat. Genau werde man das erst in ein paar Tagen wissen. „Aber ich weiß auch von Schulen, wo es zehn oder mehr sind“, ergänzt Kappaurer.

Maskenpflicht im Unterricht. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Maskenpflicht im Unterricht. Klaus Hartinger

Fordernde Zeiten

Die Lehrer sind in dieser Zeit besonders gefordert. Das ist unumstritten. In Sachen Massentests schätzt der pädagogische Leiter, dass etwa 60 Prozent des Lehrkörpers sich testen haben lassen.
„Wir hatten eine eigene Testreihe für pädagogisches Personal am vergangenen Wochenende geplant. Das wäre auch durchaus sinnvoll gewesen. Dann ist uns aber der Landeshauptmann zuvorgekommen, der die landesweite Testung genau für diesen Zeitpunkt angesetzt hat. Somit ist unser Plan flachgefallen.“

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