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Keine Absicht zu verkaufen

09.12.2020 • 18:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Seehotel am Kaiserstrand in Lochau.           <span class="copyright">Philipp Steurer</span>
Das Seehotel am Kaiserstrand in Lochau. Philipp Steurer

Seehotel-Besitzer dementiert Verkaufsabsichten.

Vor acht Jahren hat die DFV Deutsche Fondsvermögen AG aus Hamburg über eine Grazer Tochtergesellschaft die Liegenschaft des Seehotels am Kaiserstrand in Lochau vom damaligen Projektentwickler „bauart“ gekauft. Der Deal umfasste das Hotel und den dazugehörenden Wellness-Bereich, nicht aber die übrigen Immobilien auf dem Areal in Lochau.
Jetzt hat die wpa aus gut informierten Kreisen erfahren, dass die Liegenschaft des Seehotels wieder zum Verkauf angeboten werde. Manfred Kahr, Geschäftsführer der Immac GmbH und der DFV Beteiligungs GmbH (Austria), erklärte auf wpa-Anfrage, dass man solche Gerüchte immer wieder zu hören bekomme. „Es ist richtig, dass der Hotel-Betreiber RIMC derzeit wegen der Krise ein betriebswirtschaftliches Thema hat und in der Folge auch wir als Verpächter eines haben“, so Kahr. Das Jahr 2020 könne man betriebswirtschaftlich als „verloren“ bezeichnen, denn der Umsatz des Hotels habe sich mehr als halbiert.

Momentaufnahme

Aber aufgeteilt auf eine Inves­titionsdauer von vielleicht 25 Jahren sehe das Bild anders aus. Deshalb sei an diesen Verkaufsabsichten „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ nichts dran. Das sei allerdings eine Momentaufnahme. Sollte sich nämlich ein interessantes Angebot einfinden, so sei er verpflichtet, es seinen Gesellschaftern zur Prüfung vorzulegen. In Zeiten wie diesen seien üblicherweise Schnäppchenjäger unterwegs, die Immobilien zu günstigen Konditionen erwerben wollen. „Ich gehe davon aus, dass der Verkaufspreis jetzt weit unter dem wahren Wert des Seehotels liegen würde, was für uns nicht infrage kommt.“

Blick von  oben auf die Liegenschaft.                                             <span class="copyright">Steurer</span>
Blick von oben auf die Liegenschaft. Steurer

Über die Sommermonate 2020 sei das Seehotel gut gelaufen. Kahr geht davon aus, dass der internationale (Flugreisen-)Tourismus als Folge der Corona-Pandemie in den nächsten Jahren spürbare Einbußen erleiden werde. Diese Entwicklung sieht er als Chance für das Seehotel. „Ich denke, dass dieses Haus im kommenden Sommer überbucht sein wird.“
Günther Bitschnau/wpa