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Einkaufssamstag: Durchwachsene Bilanz

12.12.2020 • 15:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Archivbild/Philipp Steurer</span>
Archivbild/Philipp Steurer

Einkaufssamstag ist unterschiedlich angenommen worden.

Der erste echte vorweihnachtliche Einkaufssamstag dieses Jahres ist in Vorarlberg unterschiedlich in Anspruch genommen worden. Während der Geschäftsführer des größten Einkaufszentrums „Messepark“ in Dornbirn von „einem wirklich guten Tag“ sprach und beispielsweise auch in Götzis „die erfreuliche Frequenz im Ort auffallend war“, so der Obmann der örtlichen Wirtschaftsgemeinschaft, blieb der Kundenstrom anderswo unter den bereits durch Corona gedämpften Erwartungen.

Bregenz

„Heute ist kein Innenstadtwetter“, resümierte Clemens Sagmeister für Bregenz, der Obmann der Wirtschaftsgemeinschaft der Landeshauptstadt. Die Frequenz sei für die Umstände „ordentlich“ gewesen, zufriedener seien er und seine Kollegen jedoch mit dem vorigen Verlauf der Woche gewesen. Da seien die Geschäfte zum Teil sogar besser gelaufen als in der Vergleichswoche des Vorjahres, was freilich auch „dem Aufholbedarf“ geschuldet sei.

Götzis

Für den Einzelhandel in der mittelgroßen Marktgemeinde Götzis habe sich das „angenehme Wetter mit Sonne zwischendurch“ positiv ausgewirkt: „Man spürt, die Leute haben Freude am Einkaufen“, so Obmann Manfred Böhmwalder, „es wird über alle Branchen hinweg sehr gezielt und sehr wertig eingekauft. Wir sind positiv gestimmt. Böhmwalder lobte in Bezug auf die Corona-Regeln die ausgesprochene Disziplin der Kunden, die aufeinander Rücksicht genommen hätten.

Messepark

In dieser Hinsicht gab es auch im „Messepark“ keine Probleme, so Geschäftsführer Burkhard Dünser. Über ein bereits vor Corona, 2017 installiertes Kamera- und Zählsystem habe die Verwaltung jeden Augenblick die Kontrolle, ob die zulässige Anzahl an Kunden erreicht sei. Das war nicht der Fall, doch könne er trotzdem von einem „fast normalen Weihnachts-Einkaufssamstag wie früher“ ausgehen: „Wir sind mit dem heutigen Tag sehr zufrieden.“ Der feststellbare Rückgang an Kunden aus der Schweizer Nachbarschaft sei durch mehr Einheimische kompensiert worden. Auch Dünser sagte, dass „sehr gezielt“ eingekauft worden sei.

Zimbapark

Im ebenfalls zur Spar-Gruppe zählende „Zimbapark“ bei Bludenz verlief der Einkaufssamstag hingegen spürbar abgeschwächt, so Geschäftsführer Walter Simma: „Die Frequenz lag deutlich unter der zulässigen gesetzlichen Grenze“ und damit auch unter vergleichbaren Tagen der Vorjahre. Dieses Bild habe sich bereits während der gesamten Woche gezeigt, wobei auch in diesem Einkaufszentrum beobachtet wurde, dass bestimmte Warengruppen, wie Elektronikartikel und Bücher gut gelaufen sind.

Geteilt waren die Meinungen unter den Händlern zur kurzfristig eingeräumten Möglichkeit, bis 19 Uhr offen zu halten. Das sei gut, weil es der Entflechtung nütze, so die einen, überflüssig, weil alle nach Hause wollen, sobald es dunkel wird, so die anderen.

APA