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Meier: Bislang von Krise verschonte

15.12.2020 • 18:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Meier Verpackungen in Hohenems.                                   <span class="copyright">Hartinger</span>
Meier Verpackungen in Hohenems. Hartinger

Meier Verpackungen rechnet mit Minus von drei bis vier Prozent.

Der Verpackungshändler Meier Verpackungen GmbH mit Hauptsitz in Hohenems und einem zweiten Standort in Albersdorf (Steiermark) kommt bislang ohne nennenswerte Blessuren durch die gegenwärtige Krise. Wie Geschäftsführer Ralf Oesingmann im Gespräch erklärte, erwarte man für das heurige Jahr ein leichtes Minus von drei bis vier Prozent auf etwas weniger als 40 Millionen Euro Umsatz. „Das bewegt sich im Rahmen der von Jahr zu Jahr möglichen Schwankungen und ist angesichts der Begleitumstände nichts Besonderes.“

Dem Verpackungshändler kommt dabei zugute, dass 80 Prozent des Umsatzes mit Verpackungen für Lebensmittel erzielt werden. Doch auch hier ergibt sich ein differenziertes Bild: „Vieles, was mit Gemeinschaftsverpflegungen etwa in Schulen, Kindergärten oder Kantinen zu tun hat, ist entweder stark zurückgegangen oder fast zum Erliegen gekommen. Dafür hat der Lebensmitteleinzelhandel deutlich zugelegt“, erklärt Oesing­mann.

Hygieneartikel

Etwa ein Fünftel des Geschäftsvolumens erzielt das Unternehmen mit Verpackungen für den Industriegüterversand und mit Hygieneartikeln. Während der Bereich Industriegüterversandverpackungen doch spürbar, aber nicht so stark wie befürchtet zurückgegangen sei, erlebe der Geschäftsbereich Hygieneartikel eine steigende Nachfrage. Hier versorgt Meier Verpackungen seine Firmenkunden etwa mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln. „Diesen Bereich haben wir vor etwa acht Jahren gestartet ohne zu ahnen, dass die Artikel einmal so eine Bedeutung bekommen werden.“

„Das bewegt sich im Rahmen der von Jahr zu Jahr möglichen Schwankungen und ist angesichts der Begleitumstände nichts Besonderes.“

Ralf Oesingmann zum heurigen Umsatzminus

Ebenfalls „gut getroffen“ habe man es mit dem schon vor der Pandemie gestarteten Vorhaben, verstärkt auch Take-away-Verpackungen für die Gastronomie anzubieten. Den dazugehörenden Webshop habe man im Frühjahr 2020 gestartet. „Das ist ein ganz anderer Vertriebsweg für uns, der durch die Krise beschleunigt wurde“, so Oesingmann. Aufgrund der behördlichen Einschränkungen für die Gastronomie habe die Nachfrage nach diesen Artikeln zuletzt deutlich angezogen.

Insgesamt 70 Mitarbeiter

Meier Verpackungen beschäftigt insgesamt 70 Mitarbeiter in Hohenems und Albersdorf. Kurzarbeit sei nur im Frühjahr für kurze Zeit im Bereich Außendienst zum Einsatz gekommen, so der Geschäftsführer. In diesen Tagen werden zwölf Jubilare gefeiert, die teilweise bis zu 30 Jahre im Unternehmen seien. Der Geschäftsleitung gehören Geschäftsführer Ralf Oesingmann und die Prokuristen Claus Hertnagel (Finanzen) und Walter Michelitsch (Verkaufsleiter und Standortleiter Albersdorf) an.
Der Verpackungshändler befindet sich seit 2015 im Besitz des international tätigen Großhandels- und Logistikkonzerns Bunzl mit Sitz in London. Die Betriebsimmobilien sind allerdings bei der Familie Meier verblieben.
Günther Bitschnau/wpa