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Schülerin beteiligte sich an Einbruchsversuch

15.12.2020 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Symbolbild/Shutterstock
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Neuerliche Geldstrafe für 17-Jährige, auch wegen Verleumdung schuldig.

Eine neuerliche Geldstrafe für die einschlägig vorbestrafte Jugendliche sei gerade noch ausreichend, sagte die Strafrichterin während ihrer Urteilsbegründung. Sie verurteilte die einschlägig vorbestrafte Schülerin bei der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch wegen des Vergehens des versuchen Einbruchsdiebstahls und des Verbrechens der Verleumdung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je 4 Euro). Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Vom Vollzug einer ursprünglich bedingt gewährten Geldstrafe von 480 Euro aus einer Vorstrafe wurde abgesehen.

Spitzhacke von daheim

Nach Ansicht der Richterin hat die 17-Jährige einen Beitrag zu einem versuchten Einbruchsdiebstahl bei einem Zigarettenautomaten in einem Bahnhof im Bezirk Dornbirn geleistet. Demnach hat sie mehreren mit ihr befreundeten Burschen dafür eine Spitzhacke von daheim zur Verfügung gestellt.
Zudem hat die Angeklagte nach Überzeugung der Richterin die Belastungszeugen verleumdet, indem sie behauptete, die Tatverdächtigen würden sie zu Unrecht wahrheitswidrig als Beitragstäterin beim Einbruch belasten.
Am schwersten wog beim Schuldspruch das Verbrechen der Verleumdung. Dafür sieht das Strafgesetzbuch sechs Monate bis fünf Jahre Gefängnis vor und für Jugendliche bis zu zweieinhalb Jahre Haft. Die verhängte Geldstrafe entspricht umgerechnet fünf Monaten Gefängnis.
Die Angeklagte bestritt die gegen sie im Strafantrag der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe. Sie habe mit dem letztlich missglückten Aufbrechen des Zigarettenautomaten nichts zu tun, gab sie zu Protokoll. Zumal es bei ihr daheim gar keine Spitzhacke gebe.
Die Richterin folgte allerdings den Angaben der vier Belastungszeugen. Die Burschen belasteten nicht nur die 17-Jährige, sondern auch sich selbst. Zu ihnen zählte auch ein 13-Jähriger. Weil er zur Tatzeit noch nicht 14 war, kann er strafrechtlich nicht belangt werden.

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