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Weihnachten mit Familie bedingt möglich

15.12.2020 • 19:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wer einreist, muss prinzipiell zehn Tage in Quarantäne. <span class="copyright">Archivbild/Philipp Steurer</span>
Wer einreist, muss prinzipiell zehn Tage in Quarantäne. Archivbild/Philipp Steurer

Neue Verordnung regelt Einreise nach Österreich ab dem 19. Dezember.

Viele Vorarlberger haben Familienmitglieder in der benachbarten Schweiz oder im Grenzraum Bayern und Baden-Württemberg. Seit Längerem wurde bereits eine öffentliche Diskussion über die Möglichkeit der Ein- und Ausreise zu den Weihnachtsfeiertagen geführt.
Landesrat Johannes Rauch hatte vergangene Woche noch verkündet, ein Gespräch mit Gesundheitsminister Anschober geführt zu haben und meldete den Erfolg, dass Weihnachten im Kreise der Familie auch mit im Ausland lebenden Familien möglich sein wird. „Noch offen ist die Frage, in welcher Form es möglich sein wird“, ließ der Grünen-Politiker damals wissen.

Quarantäne-Pflicht

Nun haben die Vorarlberger, und auch Rauch, Gewissheit, in welcher Form es möglich ist. Das Gesundheitsministerium beschloss mit einer Verordnung, dass grundsätzlich jeder, der ab 19. Dezember einreist, für zehn Tage in Quarantäne muss. Freitesten kann man sich nach frühestens fünf Tagen und das auf eigene Kosten. „In Anbetracht der coronabedingten Verschärfungen, die in unseren Nachbarländern in den nächsten Tagen in Kraft treten beziehungsweise bereits in Kraft getreten sind, ist die erlassene Einreiseverordnung der leider logische Schritt“, erklärte Rauch.

Regelmäßiger Kontakt

Von der Quarantäne ausgenommen sind Menschen, die regelmäßigen Kontakt zu ihren Familien in Vorarlberg haben. Als regelmäßig wird einmal im Monat als Richtwert angegeben. „Das bedeutet, dass das gemeinsame Weihnachtsfest im Familienkreis möglich ist, wenn die Familienmitglieder einander zuvor regelmäßig gesehen haben. Diese Kontakte sind erlaubt. Ehrlicherweise raten wir davon aber aufgrund der sehr ernstzunehmenden Covid-Situation ab“, sagt der grüne Landesrat.
Ebenso ist die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren Gründen im familiären Kreis, wie insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen, uneingeschränkt möglich. In allen anderen Fällen, also wenn es keine regelmäßigen Besuche gibt beziehungsweise jemand nur für eine Weihnachts- oder Silvesterfeier mit der Familie einreisen will, gilt die zehntägige Quarantäne.

Pendler ausgenommen

Ohne Restriktionen einreisen dürfen Menschen, die regelmäßig pendeln. Ausgenommen sind zudem Personen, die ins Kleinwalsertal einreisen.
Eine weitere für den Arbeitsmarkt relevante Ausnahme ist jene für Personen, die zu beruflichen Zwecken einreisen, denn hier sind nun auch die Personenbetreuer, also die 24-Stunden-Betreuung, umfasst. Allerdings ist bei Einreise ein ärztliches Zeugnis vorzuweisen, das einen negativen PCR- oder Antigen-Test bestätigt und bei dem die Testung nicht länger als 72 Stunden zurückliegt. Wird erst in Österreich getestet, wobei auch ein Antigen-Test möglich ist, endet die Quarantäne mit Vorliegen des negativen Ergebnisses.
Wer von Österreich schon genug hat, aber noch in Quarantäne ist, erhält die Möglichkeit vorzeitig auszureisen. Die Quarantäne kann zum Zweck der Ausreise vorzeitig beendet werden, wenn sichergestellt ist, dass dabei das Infektionsrisiko größtmöglich minimiert wird.

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