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Flasche zerbrach im ­Gesicht des Gegners

16.12.2020 • 19:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gerichtsverhandlung wird im Jänner 2021 fortgesetzt. <span class="copyright">Archivbild/Rauch</span>
Die Gerichtsverhandlung wird im Jänner 2021 fortgesetzt. Archivbild/Rauch

Noch kein Urteil im Schöffenprozess gegen fünf Angeklagte.

Auf dem Weg zum Zug nach einer Lehrlingsparty in Klaus am 26. Oktober 2019 schlug der 20-jährige Erstangeklagte aus Syrien nach Darstellung der Staatsanwaltschaft in der Nacht seinem Kontrahenten eine 0,7-Liter-Wodka­flasche mit voller Wucht ins Gesicht. Dabei sei die Glas­flasche zu Bruch gegangen, heißt es in der Anklageschrift. Das Opfer habe Glück im Unglück gehabt und sei mit leichten Verletzungen davongekommen, sagte Staatsanwältin Sarah Maria Haugeneder am Mittwoch beim Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch.

Lange Verhandlung

Die Gerichtsverhandlung dauerte weit länger als geplant und wird im Jänner 2021 fortgesetzt werden. Den Schlag mit der Glasflasche hat die Staatsanwaltschaft als Verbrechen der versuchten absichtlich schweren Körperverletzung mit einem Strafrahmen von ein bis zehn Jahren Gefängnis angeklagt. Verteidigerin Andrea Concin sagte, ihr Mandant sei zuerst mit der Flasche attackiert worden. Daraufhin habe der unbescholtene Erstangeklagte seinem Widersacher die Wodkaflasche entrissen und damit zugeschlagen. Es sei unklar, wie das dynamische Geschehen strafrechtlich zu werten sei.
Die vier jungen angeklagten Lehrlinge syrischer Abstammung im Alter von 19 bis 23 Jahren sollen auf das nach dem Schlag mit der Flasche auf dem Boden liegende Opfer eingetreten und es mit Gürteln ausgepeitscht haben. Auch das soll der Geschädigte mit leichten Blessuren überstanden haben.
Zuvor ist es nach Angaben der Anklagebehörde bereits in der Diskothek während der Lehrlingsparty zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Demnach hat der Erstangeklagte nach einem Streit um Zigaretten das Opfer mit einem Kopfstoß leicht verletzt. Ein 21-jähriger Kollege des Verletzten soll darauf mit einem Schlag mit einer Flasche reagiert, dabei aber sein Ziel verfehlt haben. Die fünf Angeklagten sind unbescholten. Vorbestraft sei nur das Opfer, sagte einer der Verteidiger.

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