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Millionenschwere Insolvenz in Lech

17.12.2020 • 16:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Antrag wurde am Donnerstag am Landesgericht in Feldkirch gestellt.<span class="copyright">Privat/Strolz Facebook</span>
Der Antrag wurde am Donnerstag am Landesgericht in Feldkirch gestellt.Privat/Strolz Facebook

Sport- und Modehaus hat Antrag auf Sanierungsverfahren gestellt.

Das in Lech am Arlberg ansässige Sport- und Modehaus Strolz (Strolz GmbH) hat am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch einen Antrag auf die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt. Als Gründe dafür nannte Geschäftsführerin Olivia Strolz “einen massiven Umsatzeinbruch seit dem ersten Lockdown” und die “nicht erwartete Fortführung der behördlichen Zwangsmaßnahmen über die laufende Hauptsaison hinaus“. Die Überschuldung liege bei etwa 12 Mio. Euro.

Durch den gesetzten Schritt wolle man in Abstimmung mit den Gläubigern den Fortbestand der Strolz GmbH sichern, betonte Strolz in ihrer Aussendung. In einem gewöhnlichen Wirtschaftsjahr belaufe sich der Umsatz auf rund 19 Mio. Euro, nun habe man seit dem März mit Umsatzeinbußen von zwei Dritteln zu kämpfen.

"30 Prozent unseres Jahresumsatzes erwirtschaften wir im Dezember", so Geschäftsführerin Olivia Strolz. <span class="copyright">Privat/STrolz Facebook</span>
"30 Prozent unseres Jahresumsatzes erwirtschaften wir im Dezember", so Geschäftsführerin Olivia Strolz. Privat/STrolz Facebook

Die Strolz GmbH betreibt am Arlberg – in Lech, Zürs und Stuben – sieben Filialen. Das Hauptgeschäft wird von November bis April gemacht. “30 Prozent unseres Jahresumsatzes erwirtschaften wir im Dezember. Dabei sind wir vor allem auf unsere Hauptkundschaft aus Deutschland, den Niederlanden oder Großbritannien angewiesen”, so die Geschäftsführerin. Ihr Unternehmen sei bereits unmittelbar vom schon eingetretenen und drohenden Ausfall des Wintertourismus 2020/21 betroffen.

Die knapp 70 Mitarbeitenden seien informiert, die aktuelle Schließung treffe etwa 60 davon. “Im Optimalfall müssen wir uns von jenen Mitarbeitenden nur vorübergehend trennen. Mit der möglichen Wiedereröffnung Anfang des Jahres sollen sie wieder eingestellt werden”, sagte Strolz. Angedacht sei, das Stammhaus in Lech unter Berücksichtigung der dann geltenden gesetzlichen Vorgaben während der Feiertage zumindest in Teilen für die Kunden zu öffnen. Eine generelle Wiedereröffnung weiterer Filialen soll wenn möglich Ende Jänner erfolgen.

APA