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Zeichen der Hoffnung in schwieriger Zeit

22.12.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Friedenslicht-Segnung ging in Feldkirch über die Bühne.<span class="copyright">VLK</span>
Die Friedenslicht-Segnung ging in Feldkirch über die Bühne.VLK

Das Friedenslicht wird auch heuer in den heimischen Gemeinden verteilt.

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird alljährlich vor Weihnachten in der Geburtsgrotte in Bethlehem das Friedenslicht entzündet und dann nach Österreich gebracht. Danach wird es im ganzen Land verteilt. Seit mehreren Jahrzehnten übernehmen diese Aufgabe in Vorarlberg unter anderem die Pfadfinder und auch die Feuerwehrjugend. Normalerweise kommen zu diesem Zweck am Abend des 23. Dezember über 1000 Jugendliche aus dem ganzen Land zu einer Übergabefeier zusammen. Am nächsten Tag wird das Friedenslicht dann in den einzelnen Gemeinden verteilt.

Wie in vielen anderen Bereichen auch ist dies heuer jedoch aufgrund der Corona-Pandemie anders. So musste die große Übergabefeier abgesagt werden. Stattdessen ging am Samstag die Friedenslicht-Segnung beim Landesfeuerwehrverband in Feldkirch in kleinem Kreise vonstatten. Über die Verantwortlichen in den Bezirken und Regionen wird das Friedenslicht dann in den Gemeinden verteilt, wo es dann am 24. Dezember an die Haushalte weitergegeben oder abgeholt wird. Die genaue Vorgangsweise unterscheidet sich dabei von Ort zu Ort.

Empfehlungen

Um die Verteilung so sicher wie möglich zu machen, haben die Verantwortlichen der Pfadfinder und Feuerwehrjugend Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Diese sind in schriftlicher Form erhältlich, und es wurde sogar ein eigenes Erklärvideo produziert. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die allseits bekannten Empfehlungen in Sachen Abstand halten und Hygiene. Dazu gibt es Tipps wie etwa die Vorgangsweise bei der Zustellung des Friedenslichts sein soll oder wie die Ausgabe etwa am Feuerwehrhaus oder andernorts funktionieren kann. Großteils wird auf eine Abholung des Friedenslichts an einem oder mehreren Standorten in der Gemeinde gesetzt. In manchen Kommunen wird das Friedenslicht aber auch nach vorheriger Anmeldung zugestellt. Auf diese Weise soll die weihnachtliche Tradition auch heuer aufrechterhalten werden. „Gerade in dieser schwierigen Zeit ist das Friedenslicht ein Symbol für Hoffnung, Freude, Dankbarkeit und Frieden. Daher ist es wichtig, dass es mit dieser Botschaft auch unter besonderen Umständen den Weg in unsere Gemeinden findet“, sagte Landesrat Christian Gantner (ÖVP) bei der Segnung.

Nach Österreich geflogen

Die Friedenslicht-Aktion ist 1986 beim ORF Oberösterreich ins Leben gerufen worden. Seitdem wird das Licht alljährlich von einem Kind aus Oberösterreich in Bethlehem abgeholt. Aufgrund der Pandemie war dies heuer jedoch nicht möglich. Stattdessen wurde die Flamme von der neunjährigen Maria Khoury aus Bethlehem übernommen. Das Friedenslicht wurde dann mit einer Maschine der Austrian Airlines nach Österreich gebracht und hierzulande verteilt. Es kann am 24. Dezember unter anderem auch bei den ORF-Landesstudios oder an vielen besetzten Bahnhöfen abgeholt werden.

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