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Silvester kein Problem für Feuerwehren

27.12.2020 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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An Silvester lässt es so mancher gerne krachen.Steurer

Brände durch Pyrotechnik an Neujahr sind für Wehren kein Thema.

Der Jahreswechsel nähert sich mit großen Schritten, und für so manchen heißt es, sich mit Feuerwerkskörpern einzudecken, um Silvester gebührend zu feiern. Doch das Abschießen von Raketen oder das Zünden von Knallern ist nicht ganz ungefährlich. Immerhin verletzen sich nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) jedes Jahr rund um die Weihnachtszeit und Silvester etwa 200 Menschen in Österreich durch Pyrotechnik so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Vor allem Hände und Finger sind dabei von den Verletzungen betroffen.

Mehr Unfälle

Auch bei den Versicherungen ist die Silvesterknallerei durch ein höheres Aufkommen an Unfällen zu spüren, berichtet Robert Sturn, Vorstandsdirektor der Vorarlberger Landesversicherung (VLV). Zumeist handle es sich um Unfälle mit Verletzungen. Auch Schäden durch nicht vorschriftsmäßig abgefeuerte Raketen könne es geben.

Kein höheres Einsatzaufkommen

Aus Sicht der Feuerwehren ist die Silvesternacht erfahrungsgemäß nicht einsatzträchtiger als andere Nächte, berichtet dagegen Günther Watzenegger, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes. „Natürlich kann es in einzelnen Gemeinden zu Einsätzen aufgrund von Bränden durch Feuerwerkskörper kommen, aber auf das ganze Land gesehen gibt es kein höheres Einsatzaufkommen“, sagt er.
Das Risiko hänge auch immer von den äußeren Umständen ab. So sei heuer aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie damit zu rechnen, dass die Silvesternacht ruhiger werde als in anderen Jahren. Auch die Witterung spiele eine Rolle. So sei die Gefahr von Bränden etwa bei milden Temperaturen und Trockenheit naturgemäß höher, als wenn beispielsweise auch im Tal eine Schneedecke liege. Das zeige sich auch alljährlich beim Funkenabbrennen.
Unabhängig von den äußeren Umständen gebe es aber in der Silvesternacht keine besonderen Vorbereitungen oder gar Bereitschaftsdienste. „Die Feuerwehren sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit“, betont Watzenegger. Wenn sie über den Pager alarmiert werden, rücken die Feuerwehrleute aus, um anderen zu helfen – egal ob an Weihnachten oder Silvester, egal ob am Tag oder in der Nacht.

Sicherheitstipps des KFV

Um Unfälle beim Neujahrsfeuerwerk zu verhindern, gilt es laut KFV mehrere Dinge zu beachten. So sollten Feuerwerksartikel nur im Fachhandel gekauft werden und die vorgeschriebene Kennzeichnung aufweisen. Bis zum Gebrauch sollten die Raketen und Knaller an einem kühlen und trockenen Ort gelagert werden. In alkoholisiertem Zustand sollten keine pyrotechnischen Gegenstände abgefeuert werden. Auch die Gebrauchsanweisung ist zu beachten. Um für den Notfall gerüstet zu sein, sollte ein Kübel mit Wasser oder – noch besser – ein Feuerlöscher bereitstehen.
Zuschauer sollten das Geschehen aus einigem Abstand mitverfolgen. Fenster, Balkon- und Haustüren sollten geschlossen werden, damit Irrläufer nicht in die Wohnung oder das Haus fliegen können und dort einen Brand verursachen. Ebenso gilt es darauf zu achten, dass auf dem Balkon oder der Terrasse möglichst keine leicht entzündlichen Gegenstände sind. Wenn diese Sicherheitshinweise beachtet werden, sollte einer sicheren Silvesternacht nichts mehr im Wege stehen.