Allgemein

Bursche erpresste Mädchen zum Sex

07.01.2021 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Prozess fand am Landesgericht Feldkirch statt.      <span class="copyright">Symbolbild Hartinger</span>
Der Prozess fand am Landesgericht Feldkirch statt. Symbolbild Hartinger

Der 15-jährige Schüler wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der geständige 15-Jährige hat im Oktober 2018 im Bezirk Bregenz von einer 14-Jährigen Sex erpresst. Zudem hat er im Jänner 2019 einen Jugendlichen unter Androhung von Schlägen dazu gezwungen, wahrheitswidrig Sex mit einer 13-Jährigen zuzugeben.

Dafür wurde der unbescholtene Schüler am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 600 Euro. Die anderen 600 Euro wurden ihm bedingt für eine Probezeit von ausnahmsweise nur zwei Jahren nachgesehen. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Sabrina Tagwercher ist bereits rechtskräftig.

Schuldspruch wegen Nötigung

er Schuldspruch erfolgte wegen geschlechtlicher Nötigung und Nötigung. Die mögliche Höchststrafe für den Jugendlichen wäre zweieinhalb Jahre Gefängnis gewesen. Die Richter hielten jedoch eine Geldstrafe für ausreichend. Die Vorstrafe scheint im Leumundszeugnis des Lehrstellensuchenden nicht auf.

Als Teilschmerzengeld hat der Angeklagte dem Opfer zusätzlich zu den bereits bezahlten 2000 Euro weitere 500 Euro zukommen zu lassen. Die Opferanwältin hat für ihre Mandantin 5000 Euro gefordert. Der bestellte Gerichtspsychiater sagte, das Mädchen habe den Vorfall psychisch inzwischen gut überstanden.

Drohung mit Sexvideo

Der türkischstämmige 15-Jährige hat der 14-Jährigen mit Erfolg angedroht, er werde ein Sexvideo ihrer 13-jährigen Freundin verbreiten, wenn sie nicht mit ihm Sex habe.

An der Erpressung zum Sex soll auch ein 15-jähriger Mitangeklagter beteiligt gewesen sein. Er soll auf dem Video Sex mit der 13-Jährigen gehabt haben. Dazu wird ihm geschlechtliche Nötigung und pornografische Darstellung Minderjähriger vorgeworfen.

In Corona-Qurantäne

Der Mitangeklagte hat sich für die Gerichtsverhandlung am Donnerstag entschuldigen lassen. Denn er befindet sich in Corona-Quarantäne. Seine Verhandlung findet am 19. Jänner statt.

Ein weiterer Angeklagter ist wegen seiner Mitwirkung am Erstellen des Sexvideos bereits im Vorjahr am Landesgericht zu einer teilbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt worden. Das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) hat in zweiter Instanz die zur Hälfte bedingte Geldstrafe auf 120 Tagessätze herabgesetzt. Außerdem hat das Berufungsgericht entschieden, dass die Probezeit wegen des länger zurückliegenden Vorfalls nur zwei statt drei Jahre ausmacht.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.