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Kein Raubversuch: Dennoch Haftstrafe

07.01.2021 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Mann wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.         <span class="copyright">Shutterstock</span>
Der Mann wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Shutterstock

Vorbestrafter wollte mit Messer nicht rauben, nur drohen.

Am schwersten wog in der Anklageschrift der Vorwurf des versuchten schweren Raubes. Dafür sieht das Strafgesetzbuch 1 bis 15 Jahre Gefängnis vor. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hat der 36-Jährige am 15. August 2020 in Feldkirch versucht, fünf Personen mit vorgehaltenem Messer Marihuana gewaltsam wegzunehmen. Die Richter gingen aber von keiner Raubabsicht aus, sondern nur von einer gefährlichen Drohung mit einer möglichen Höchststrafe von drei Jahren Haft.

Wegen dieses Vorfalls und einiger anderer Straftaten wurde der mit 15 Vorstrafen belastete Pole am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Georg Furtschegger, mit dem der von Oliver Diez verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Philipp Höfle einverstanden waren, ist rechtskräftig.

Zahlreiche Delikte

Der Schuldspruch erfolgte wegen gefährlicher Drohung, Widerstands gegen die Staatsgewalt, Diebstahls, Körperverletzung, Sachbeschädigung und verbotenen Waffenbesitzes. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der in Vorarlberg lebende Osteuropäer bei seiner polizeilichen Anhaltung Beamten damit gedroht, sie umzubringen. Zu einer Polizistin hat er dabei gesagt, er werde ihre Schwester vergewaltigen. Dazu gab der Angeklagte zu Protokoll, was er alkoholisiert gesagt habe, habe er nicht so gemeint.

Sechs Diebstähle aus Autos mit Beute im Wert von 3100 Euro gab der Angeklagte ebenso zu wie den Besitz eines Schlagrings. Schuldig gesprochen wurde der Arbeiter auch, weil er einen Strandkorb und ein Glasfenster beschädigt hat.

Verurteilt wurde der ledige Mann auch wegen Körperverletzung in zwei Fällen. Zwei Männer hat er geschlagen. Einem Opfer hat der Pole einen Faustschlag ins Gesicht versetzt. Dadurch ist ein Teil eines Zahns abgebrochen. Er habe zugeschlagen, so der Angeklagte, weil er verbal provoziert worden sei.

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