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Junges Liebespaar war gewalttätig

11.01.2021 • 19:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesgericht Feldkirch. Hartinger

Vorbestrafte Lebensgefährten verletzten sich gegenseitig.

Der 22-Jährige und die 25-Jährige wurden im Februar 2020 ein Liebespaar. Schon im Mai 2020 kam es zwischen ihnen zu ersten Gewalttätigkeiten. Sie biss ihm in den Finger, zertrat die Windschutzscheibe eines Autos und trat gegen seine Wohnungstür. Daraufhin schlug er ihr ins Gesicht und verletzte sie dabei leicht.

Im Juni 2020 stieß er seine Freundin gegen eine Hecke. Ein 49-jähriger Autofahrer hielt an und wollte einschreiten. Der Erstangeklagte schrie ihm zu, er solle verschwinden, sonst werde er ihn schlagen. Dann rannte der 22-Jährige mit geballten Fäusten auf den Mann zu. Der 49-Jährige versetzte ihm, nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in strafbefreiender Notwehr, einen Tritt gegen die Brust. Im Juli 2020 kniete der junge Deutsche auf den Brustkorb seiner Partnerin und brach ihr so eine Rippe.

Urteil

Von diesen Sachverhalten ging Richter Martin Mitter­egger am Ende der Hauptverhandlung am Montag am Landesgericht Feldkirch aus. Er verurteilte den mit zwei einschlägigen Vorstrafen belas­teten 22-Jährigen zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von acht Monaten und zu einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 4800 Euro (240 Tagessätze zu je 20 Euro). Ihm wurden die Auflagen erteilt, Bewährungshilfe in Anspruch zu nehmen und sich einem Antigewalttraining zu unterziehen. Der Schuldspruch erfolgte wegen schwerer Körperverletzung, Körperverletzung, versuchter Körperverletzung in zwei Fällen und versuchter Nötigung. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht einem Jahr Haft.

Über die mit einer Vorstrafe belastete 25-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch wurde wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 720 Euro (180 Tagessätze zu je 4 Euro) verhängt. Auch dieses Urteil ist nicht rechtskräftig. Als Schmerzengeld erhält sie von ihrem Ex-Freund 2000 Euro.

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