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Hundehalterin trat und schlug ihr Tier

14.01.2021 • 18:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Symbolbild/Shutterstock

Teilbedingte Geldstrafe wegen Tierquälerei für 51-Jährige.

Die geständige Angeklagte hat am 24. Juli 2020 in Feldkirch auf der Straße ihrem Kampfhund mehrfach Tritte gegen den Kopf und gegen den Rumpf versetzt. Zudem hat sie das Tier mit der Leine mehrmals wuchtig geschlagen.
Das trug der 51-jährigen Rumänin am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen Tierquälerei ein. Dafür wurde die unbescholtene Arbeitslose zu einer teilbedingten Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 480 Euro.
Das Urteil, das die Angeklagte und Staatsanwalt Manfred Bolter akzeptierten, ist nicht rechtskräftig. Denn die Angeklagte ist ohne Verteidiger zur Gerichtsverhandlung erschienen und erhält deshalb automatisch drei Tage Bedenkzeit. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Gefängnis gewesen.
Drei Videos, die im Gerichtssaal vorgespielt wurden, zeigten den Vorfall. Die Gerichtsdolmetscherin wendete sich während der Vorführung ob der Brutalität der Schläge und Tritte mit Entsetzen ab. Was auf den Videos zu sehen sei, sei grausig, sagte Strafrichter Thomas Wallnöfer in seiner Urteilsbegründung. Auf den Videos sei nichts zu sehen, was das Verhalten der Hundehalterin gegenüber ihrem Tier rechtfertigen würde.

Fehler gemacht

Die Angeklagte gab zu Protokoll, ihr Hund habe den Hund ihres Sohnes, den sie ebenfalls mitgeführt habe, zu beißen versucht. Deshalb sei sie eingeschritten. Dabei habe sie einen großen Fehler gemacht, der ihr sehr leidtue. Sie habe ihren Hund geliebt, der ihr nach dem Vorfall behördlich weggenommen wurde.
Zeugen sagten, die Angeklagte habe ihren Hund auch schon bei früheren Vorfällen misshandelt. Im Strafantrag wurde der geschiedenen Frau auch vorgeworfen, dass sie am 24. Juli 2020 auch den Hund ihres Sohnes getreten und geschlagen hat. Davon ging der Richter jedoch nicht aus.

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