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Wer, wann, wo, wie: So geht es zur Impfung

15.01.2021 • 20:05 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Rund 9000 Personen au dem Pflege-, gesundheits und Spitalsbereich sind bereits geimpft. <span class="copyright">APA/GEORG HOCHMUTH</span>
Rund 9000 Personen au dem Pflege-, gesundheits und Spitalsbereich sind bereits geimpft. APA/GEORG HOCHMUTH

Frage & Antwort rund um die Corona-Impfung.

1. Wo und wann kann man sich zur Impfung vormerken lassen?
Die Bevölkerung kann sich online oder telefonisch zur Impfung vormerken Die Online-Plattform wird laut Landespressestelle am Montag um 10 Uhr in Betrieb gehen und unter www.vorarlberg.at/vorarlberg­impft zu finden sein. Darüber hinaus gibt es eine Telefon-Hotline (0810 810 601). Die Ärztekammer rät, sich umgehend in die Vormerk-Liste einzutragen.

2. Kann man sich auch über seinen Hausarzt zur Impfung vormerken lassen?
Über 80-Jährige und Risikopatienten können sich auch durch den Hausarzt in die Vormerkliste eintragen lassen. Letztere kann der Hausarzt in der Plattform nach vorgegebenen medizinischen Kriterien kennzeichnen.

3. Ab wann werden über 80-Jährige und Risikopatienten frühes­tens geimpft?
Das hängt davon ab, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht. Ärztekammer-Vizepräsident Burkhart Walla rechnet damit, dass die ersten über 80-Jährigen und Risikopatienten in etwa zwei Wochen geimpft werden können.

4. Wann können sich jüngere und gesunde Menschen impfen lassen?
Das kommt darauf an, welcher Personengruppe man angehört. Im Februar, März und April (Phase II) sollen folgende Personen geimpft werden: Personen über 65 Jahre außerhalb von Pflegeheimen und in mobiler 24-Stunden-Pflege, Personal der 24-Stunden-Pflege, Personen mit Systemrisiko im Bereich Sicherheit, Justiz, Schulen, kritische Infrastruktur. Die Phase III soll im April beginnen: Dann soll sich jeder impfen lassen können, der sich impfen lassen möchte.

Online-Vormerksystem geht am Montag um 10 Uhr in Betrieb. <span class="copyright">APA/GEORG HOCHMUTH</span>
Online-Vormerksystem geht am Montag um 10 Uhr in Betrieb. APA/GEORG HOCHMUTH

5. Wer wurde bereits beziehungsweise wird derzeit geimpft?
Mitarbeiter und Bewohner in Pflegeheimen sowie Gesundheits- und Spitalspersonal.

6. Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?
Mit Stand Freitag, 15. Jänner, 8 Uhr, erhielten 8950 Vorarlberger eine Impfdosis. Insgesamt wurden 1700 Personen in Pflegeheimen geimpft, davon 967 Bewohner und 733 Pflegekräfte. Darüber hinaus haben 4139 Personen aus Gesundheitsberufen sowie 3111 Spitalsbedienstete eine Impfung erhalten.

7. Wann sollte man die zweite Impfung bekommen?
Beim derzeitigen Impftstoff beträgt der Abstand drei Wochen. Die Einladung zur zweiten Impfung erfolgt automatisch.

8. Wo wird die Impfung durchgeführt?
Es wird insgesamt sieben Impfzentren geben – und zwar in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz, Schruns, Bezau und Kleinwalsertal. Das Impfzentrum im Dornbirner Messezentrum ist bereits in Betrieb. Ab April soll die Impfung dann auch in Betrieben, Einrichtungen und Dienststellen (abhängig von der Organisationsstärke) möglich sein.

Leichte Schwellungen am Arm, kurzes Fieber

Ärztekammer zieht nach erstem Impfwochenende positive Bilanz, auch hinsichtlich der Impfreaktionen.

Es war das schönste Weihnachtsgeschenk für uns, dass es mit dem Impfstoff in Vorarlberg doch noch so schnell geklappt hat“, freute sich Ärztekammer-Vizepräsident Burkhard Walla gestern bei einem Pressetermin. Seinen Dank richtete er auch an Robert Spiegel, Corona-Beauftragter der Ärztekammer, unter dessen Leitung die Teststraße rasch zu einem Impfzentrum ausgebaut werden konnte. „Alles hat super funktioniert, die Stimmung bei den impfenden Ärzten, die unter großem persönlichen Einsatz vor Ort sind, ist regelrecht euphorisch. Wir sind sehr glücklich, endlich ein Werkzeug gegen die Pandemie in der Hand zu haben, um möglichst bald wieder ein normales Leben führen zu können.“

Nach dem ersten Impfwochenende in Vorarlberg kann auch hinsichtlich der Impfreaktionen eine positive Bilanz gezogen werden. In einzelnen Fällen wurden leichte Schwellungen am Oberarm oder ein kurzes Fieber festgestellt und behandelt. Laut Ärztekammer wird daher großen Wert auf die medizinische Ausstattung in den geplanten insgesamt sieben Impfzentren gelegt. „Auch wenn die Impfung subjektiv meist nur als ein Pieks empfunden wird, sie ist eine medizinische Handlung, die von den Ärzten große Verantwortung verlangt“, betont Walla.

9. Wer setzt den Stich?
Für die Impfung sind ausschließlich Ärzte zuständig. Am vergangenen Wochenende waren im Dornbirner Impfzentrum 50 Ärzte im Einsatz. Unterstützt werden sie von Mitarbeitern des Roten Kreuzes.

10. Kann man sich auch von seinem Hausarzt impfen lassen?
Laut Ärztekammer soll dieser Service vor allem älteren Personen zur Verfügung stehen. Aus logistischen Gründen wird die Impfung vorerst nicht in der Ordination durchgeführt. Die Hausärzte werden sich zu bestimmten Zeiten zu Verbünden in den lokalen Impfzentren zusammenschließen, um für Ihre Patienten persönlich da sein zu können.

11. Wie viele Vorarlberger können im ersten Quartal geimpft werden?
Gemäß den jüngsten Aussagen von Gesundheitsminister Rudolf Anschober sollen bis Ende des Quartals knapp 1,2 Millionen Impfdosen der beiden Hersteller geliefert werden. Demnach könnten in Vorarlberg im ersten Quartal 24.000 Menschen geimpft werden. Laut Ärztekammer erhält Vorarlberg wöchentlich 2400 Impfdosen.

12. Was passiert, wenn nicht alle vorrätigen Vakzine verimpft werden können?
Wenn nicht alle Vakzine an die festgelegten Gruppen verimpft werden können, wird die Vormerkliste herangezogen. Impfinteressierte können dann umgehend informiert und zur Impfung eingeladen werden.

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