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Ende des Lockdowns in weite Ferne gerückt

16.01.2021 • 18:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nehammer, Kurz, Anschober
Nehammer, Kurz, Anschober APA/HELMUT FOHRINGER

Am Sonntag um elf Uhr will Koalition Verlängerung verkünden.

Bildungsminister Heinz Faßmann wollte morgen um 11 Uhr in der TV-Pressestunde auftreten, doch der Minister wurde vom ORF wieder ausgeladen. Zum selben Zeitpunkt will die Regierung vor die Öffentlichkeit treten, allen voran Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Was von der Regierungsspitze am Sonntagvormittag im Detail bekannt gegeben wird, ist noch Gegenstand von internen Abstimmungen. Ein neuerliches Treffen mit den Landeshauptleuten war noch für 19 Uhr angesetzt. Was sich aber abzeichnet: Entgegen allen Hoffnungen, dass ab 25. Jänner erste Lockerungen in Kraft treten, dürfte der am 26. Dezember verhängte Lockdown einfach verlängert werden.

Damit schwindet die Hoffnung, dass in acht Tagen Schulen, Geschäfte, Friseure wieder aufsperren dürfen. Davon war die Regierung noch am Donnerstag ausgegangen, der Bildungsminister hatte das am Vortag verkündet. Womöglich wird die Maskenpflicht verschärft (FFP-2 statt Mund-Nasenschutz).

In den Abendstunden sickerte durch, dass auch die Sperre aller Skigebiete in Diskussion sei. Viele Liftbetreiber vor allem in Tirol und Vorarlberg klagen über schwere Einbußen und argumentieren, ein Weiterbetrieb der Lifte sei völlig unwirtschaftlich. Die Skirennen in Kitzbühel und in Schladming (Nachtslalom) sollen (ohne Publikum) in jedem Fall stattfinden. Unklar ist in jedem Fall, bis wann der Lockdown in der bestehenden Form verlängert wird.

Mutation durchkreuzt alle Pläne

Ausschlaggebend für die betrübliche Entwicklung ist die Corona-Mutation, die in Österreich bereits in einer Reihe von Proben nachgewiesen wurde und die, so die Einschätzung von Virologen, Epidemiologen und Modellrechner, in den nächsten Wochen auch Österreich heimsuchen dürfte. In Deutschland hatte Kanzlerin Angela Merkel sogar eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern ins Spiel gebracht.

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