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Live-Übertragung aus dem Lichtforum

19.01.2021 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
IV-Präsident Martin Ohneberg, Geschäftsführer Mathias Burtscher und Verhaltensökonom Gerhard Fehr (v.l.n.r.) <span class="copyright">IV/Sams</span>
IV-Präsident Martin Ohneberg, Geschäftsführer Mathias Burtscher und Verhaltensökonom Gerhard Fehr (v.l.n.r.) IV/Sams

Industriellenvereinigung will mit Neujahrsempfang Zeichen setzen.

Im Zumtobel-„Lichtforum“ in Dornbirn und wohl auch in zahlreichen Wohn- und Arbeitszimmern im ganzen Land ist am Montagabend der Neujahrsempfang der Vorarlberger Industriellenvereinigung (IV) über die Bühne gegangen. Statt in einer Präsenzveranstaltung mit mehreren 100 Gästen aus Industrie, Politik und anderen Bereichen wurde das Jahr heuer mit einem Livestream eingeläutet, der auch über die Onlineplattform vol.at verfolgt werden konnte.

Zeichen der Stärke

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Neujahrs­empfang nicht ausfallen zu lassen“, sagte IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher in der Übertragung. Die Verantwortlichen in der Industrie seien es gewohnt, rasch auf sich ändernde Umstände zu reagieren. Dafür solle der digitale Neujahrsempfang auch ein Zeichen sein. Nach der Pandemie werde dieser jedoch wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.

IV-Präsident Martin Ohneberg wagte auch einen Ausblick auf das neue Jahr. <span class="copyright">IV/Sams</span>
IV-Präsident Martin Ohneberg wagte auch einen Ausblick auf das neue Jahr. IV/Sams

In der etwa einstündigen Übertragung stellten IV-Präsident Martin Ohneberg sowie Verhaltensökonom Gerhard Fehr dessen Untersuchung zum Engagement der Unternehmen zum Wohle aller vor. Auch der Experte zeigte sich überrascht vom hohen Betrag, der seitens der Industrie freiwillig investiert wird. Dazu komme, dass das Geld vielfach auch in die regionale Wirtschaft fließe und somit auch die Wertschöpfung vor Ort unterstützt werde. Dies sei bei der Erhebung noch gar nicht berücksichtigt worden.

Vorsichtig optimistisch

Der Präsident der Industriellenvertretung Martin Ohneberg geht „vorsichtig optimis­tisch und hoffnungsvoll“ ins neue Jahr. Die Industrie habe sich in der Corona-Pandemie als robust erwiesen, auch wenn die verschiedenen Bereiche unterschiedlich stark von den Maßnahmen und Beschränkungen betroffen seien. Glücklicherweise sei es gelungen, die Betriebe am Laufen zu halten. Nun gehe es darum, eine Strategie für Testungen und Impfungen zu entwickeln, um den Weg aus der Pandemie zu finden.

Die Industrie fahre derzeit weiterhin auf Sicht, aber in manchen Bereichen sei durchaus schon wieder ein Aufwärtstrend zu spüren. So habe man die Pandemie etwa in Asien durchaus „im Griff“, was sich teilweise auch an der Auftragslage zeige. In Europa seien die Unternehmen noch zurückhaltender. Nach Überwindung der Pandemie rechnet Ohneberg mit einem „Rebound“. Zwar gebe es eine hohe Arbeitslosigkeit und auch Kurzarbeit, aber viele Menschen hätten in der Krise auch Geld gespart und würden dieses danach auch ausgeben wollen. Allerdings werde der Aufschwung sicher in den verschiedenen Branchen unterschiedlich stark ausfallen.

Doch nicht nur der Experte und Vertreter der Industrie kamen bei der Veranstaltung zu Wort. Matthias Vallaster, Mitarbeiter von Liebherr in Nenzing und Landesjugendreferent im Vorarlberger Blasmusikverband, berichtete von seinen Erfahrungen als ehrenamtlich Engagierter. Aus seiner Sicht macht sich jeder Euro, der in die Freiwilligenarbeit inves­tiert wird, auf mehrfache Weise bezahlt. Dabei seien nicht nur Förderungen der öffentlichen Hand wichtig, sondern auch die Unterstützung von Gönnern und Sponsoren. Und diesbezüglich spielten die Unternehmen eine wichtige Rolle.

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