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Über 20 Straftaten begangen

19.01.2021 • 20:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Mann  stand am Dienstag in Feldkirch vor Gericht.         <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Mann stand am Dienstag in Feldkirch vor Gericht. Hartinger

29-jähriger muss sich stationärer Alkoholtherapie unterziehen.

Der 29-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch beging nach den gerichtlichen Feststellungen im Vorjahr zwischen Sommer und Herbst mehr als 20 Delikte. Dabei handelte es sich vorwiegend um physische und verbale Gewaltdelikte.
Zu den Tatzeiten war der ledige Arbeitslose nach Ansicht von Richterin Sabrina Tagwercher zumeist stark alkoholisiert und dadurch in seiner Zurechnungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Deshalb fiel die Sanktion für den mit zwei Vorstrafen belasteten Angeklagten milde aus.
Der Untersuchungshäftling wurde am Dienstag am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Gefängnisstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Bedingt nachgesehen wurde auch seine Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbefürftige Rechtsbrecher. Als Bewährungsauflage wurde ihm die Weisung erteilt, sich einer achtwöchigen stationären Alkoholtherapie zu unterziehen und sich danach ambulant behandeln zu lassen. Außerdem hat der junge Mann Bewährungshilfe in Anspruch zu nehmen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Mögliche Höchststrafe drei Jahre

Der Schuldspruch erfolgte wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt in drei Fällen, schwerer Körperverletzung, mehrfacher Körperverletzung, gefährlichen Drohungen, versuchter Nötigung, Sachbeschädigung, schweren Betrugs und Tierquälerei. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen.
Der 29-Jährige hat in der Eishalle in Dornbirn zwei Ordner geschlagen und seinen Nachbarn zu schlagen versucht. Er hat mehrere Morddrohungen ausgestoßen, gegen Polizisten, einen Amtstierarzt, einen Taxifahrer, einen Tankstellen-Security und seinen Nachbarn. Bei drei Vorfällen hat sich der Angeklagte der Polizei zu widersetzen versucht. Damit wollte er einmal eine Tierschutzkontrolle verhindern. Des Weiteren hat er Eigentum seines Nachbarn beschädigt. Nur vom Vorwurf, dass er dem 62-Jährigen Getränke gestohlen hat, erfolgte ein Freispruch.

Tierquälerei bestritten

Vergeblich bestritten hat der Beschuldigte, dass er seinen Hund getreten und eine seiner Hennen zu treten versucht hat.
Weitgehend aber war der 29-Jährige geständig. So auch dazu, dass er als falscher Polizist in Röthis eine Autofahrerin angehalten und ihr fürs angeblich zu schnelle Fahren 20 Euro abgenommen hat.
Nach mehrwöchiger U-Haft wurde der Häftling im vergangenen Jahr in die Freiheit entlassen. Danach wurde der Serientäter rückfällig und wieder inhaftiert.

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