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Planen für die Zeit nach der Pandemie

21.01.2021 • 18:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte Landesrat Johannes Rauch über seine Pläne für 2021. <span class="copyright">VLK</span>
Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte Landesrat Johannes Rauch über seine Pläne für 2021. VLK

Keine Corona-bedingte Tariferhöhung beim Verkehrsverbund.

Seine Arbeitsschwerpunkte für das heurige Jahr hat am Donnerstag Grünen-Landesrat Johannes Rauch präsentiert. „Obwohl wir noch weit davon entfernt sind, zu einer Form von Normalität zurückzukehren, wie wir sie vor 2020 kannten, müssen wir den Blick nach vorne richten“, betonte er. Im vergangenen Jahr hätten sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung aufgrund der Pandemie rasch und oftmals auf einer sehr dünnen Datengrundlage schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen. Dadurch sei auch Arbeit liegen geblieben. Umso wichtiger sei es, der Bevölkerung zu zeigen, dass es auch eine Zeit nach der Gesundheitskrise gebe und sich die politisch Verantwortlichen auch mit anderen Fragen befassen.

Digitalisierung vorantreiben

Ein Schwerpunkt im heurigen Jahr hat jedoch auch mit der Corona-Pandemie zu tun. So habe sich gerade 2020 die Bedeutung der Digitalisierung gezeigt. Videokonferenzen, Homeoffice und Home Schooling seien vielfach zur Normalität geworden. Umso wichtiger sei es daher, auch die dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen. Derzeit werde ein Digitalisierungspaket für die heimischen Schulen geschnürt. Denn man habe festgestellt, dass nicht weniger als 150 Pflichtschulen im Land über keinen Glasfaser-Internetanschluss verfügen. Auch die Förderung für Gemeinden im Breitbandausbau soll erhöht werden.

Rahmenvertrag für “1-2-3-Ticket”

Im Bereich des öffentlichen Verkehrs wird heute ein neuer Meilenstein erreicht, berichtete Rauch. Mit dem Bund wird ein Rahmenvertrag für das „1-2-3-Ticket“ unterzeichnet. Damit ist der Weg frei, damit seitens des Verkehrsverbunds ein Detailvertrag mit dem Bund ausgearbeitet wird. Ab Mitte des Jahres soll es dann in Vorarlberg möglich sein, österreichweite Tickets um drei Euro pro Tag zu erwerben. In weiterer Folge werde dann mit Tirol über das „2er-Ticket“ verhandelt, das es ermöglichen soll, in beiden Bundesländern um zwei Euro pro Tag unterwegs zu sein. Rauch betonte auch, dass es beim Vorarlberger Verkehrsverbund keine Tariferhöhungen geben werde, um die Einnahmenausfälle aufgrund der Pandemie zu kompensieren. Man verhandle mit dem Bund über eine Unterstützung. Den Rest der Abgänge werde wohl das Land tragen müssen.

Moorschutz verstärken

Im Naturschutz stehen heuer die Novellierung der Streuwiesen- und der Naturschutzverordnung an. Zudem wird eine neue Luftreinhalteverordnung erlassen. Eine Priorität gilt zudem dem Moorschutz. Immerhin seien 20 Prozent aller Moorflächen in Österreich in Vorarlberg. Diese seien ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.

Ausstieg aus Öl und Gas forcieren

Seitens des Landes werde auch weiterhin der Ausbau erneuerbarer Energieträger gefördert, erklärte der Landesrat. Auch der Ausstieg aus Öl und Gas soll erneut forciert werden. Immerhin sei es gelungen, den Einsatz von Öl in den vergangenen 15 Jahren um 60 Prozent zu reduzieren. Dennoch gebe es im Land immer noch rund 27.000 Ölkessel. Umgekehrt sollen neue Wasserkraftwerke errichtet werden. Zudem wird weiter am Ziel gearbeitet, mehr Energie aus Fotovoltaik zu gewinnen.

Rauch ist zuversichtlich

Die Menschheit habe im vergangenen Jahr in kollektiven Anstrengungen „unfassbar viel erreicht“, sagte Rauch zum Abschluss. Er sei daher zuversichtlich, dass es auch gelingen werde, die Herausforderungen in der Zukunft erfolgreich zu bewältigen.