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Vier Jahre Gefängnis: Töchter missbraucht

27.01.2021 • 19:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Archiv/Rauch

40-Jähriger wegen versuchten Missbrauchs schuldig gesprochen.

Der 40-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch hat nach Ansicht der Richter die beiden unmündigen Ziehtöchter seiner Lebensgefährtin mehrfach missbraucht. Dafür wurde der unbescholtene Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Thomas Wallnöfer ist nicht rechtskräftig.

Sexuelle Übergriffe

Nach Überzeugung der Richter hat der Mann zwei Mal versucht, mit seiner damals siebenjährigen Ziehtochter Sex zu haben. Zudem hat er sich nach den gerichtlichen Feststellungen mit mehreren, vergleichsweise weniger schweren Übergriffen auf die andere, 13-jährige Stieftochter schuldig gemacht.
Der Schuldspruch erfolgte wegen der Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen in zwei Fällen sowie wegen der Verbrechen des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen in mehreren Fällen. Die Strafdrohung betrug ein bis zehn Jahre Haft. Der Schöffensenat blieb bei der Strafbemessung knapp unter der Hälfe des Strafrahmens.
Der geschiedene Facharbeiter wurde dazu verpflichtet, dem einem Mädchen als Teilschmerzengeld 5000 Euro zu bezahlen und dem anderen 3000 Euro.
Die vier Richter verurteilten den Angeklagten im Sinne der von Staatsanwalt Johannes Hartmann ausgearbeiteten Anklageschrift. Laut Urteil kam es zwischen 2017 und März 2020 zu den Übergriffen auf die unmündigen Mädchen.

Teilgeständig

Der angeklagte Untersuchungshäftling bekannte sich teilweise schuldig. Verteidiger Sanjay Doshi sagte beim Schöffenprozess im Schwurgerichtssaal, sein Mandant sei geständig, was einen versuchten schweren Übergriff auf die Siebenjährige betreffe. Den angeklagten zweiten schweren Übergriff auf das Mädchen habe es allerdings nicht gegeben. Zudem bestreite der Angeklagte sämtliche Tatvorwürfe, die ihm in Bezug auf das ältere Mädchen gemacht würden. Der Beschuldigte sei also zu einem der beiden schwersten Vorwürfe geständig, wiederholte Doshi zu Beginn der Hauptverhandlung. Deshalb würde es keinen Sinn machen, die leichteren Vorwürfe in Abrede zu stellen.

Privatsphäre

Danach fand die Verhandlung bis zur Urteilsverkündung zum Schutz der Privatsphäre der mutmaßlichen Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die beiden Mädchen mussten im Prozess nicht mehr aussagen. Die Videos ihrer früheren gerichtlichen Einvernahmen wurden vorgespielt. Eines der Mädchen nahm als Zuschauerin am Strafprozess teil.

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