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Auffahrunfall mit 158 km/h im Tunnel

28.01.2021 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Strafprozess fand am Donnerstag Landesgericht Feldkirch statt. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Strafprozess fand am Donnerstag Landesgericht Feldkirch statt. Hartinger

Geldstrafe für 19-Jährigen: Beifahrerin im Wohnmobil wurde verletzt.

Mit 158 km/h statt der erlaubten 100 fuhr der damals 18-jährige Autolenker am 7. Juni 2020 im Pfändertunnel in Richtung Deutschland. Dabei fuhr sein Pkw auf der rechten Fahrbahn auf ein Wohnmobil auf, das mit Tempo 80 unterwegs war. Die 52-jährige Beifahrerin aus Deutschland wurde bei dem Auffahrunfall im Wohnmobil schwer verletzt. Zudem wurden der 57-jährige Wohnmobilfahrer und der nachfolgende Lenker gefährdet.

Teilbedingte Geldstrafe

Das trug dem unbescholtenen und mittlerweile 19-jährigen Angeklagten beim Strafprozess am Landesgericht Feldkirch am Donnerstag einen Schuldspruch wegen grob fahrlässiger schwerer Körperverletzung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit ein. Dafür wurde der Arbeiter mit dem Monatslohn von 1200 Euro zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1800 Euro (360 Tagessätze zu je 5 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 900 Euro. Das Urteil, mit dem der von Stephan Wirth verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Heinz Rusch einverstanden waren, ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Gefängnis gewesen. Die Geldstrafe entspricht sechs Monaten Haft.

Rowdytum im Straßenverkehr

Der Staatsanwalt und auch Richterin Sabrina Tagwercher bezeichneten das Fahrverhalten des jungen Erwachsenen als Rowdytum im ­Straßenverkehr. Rusch sprach von ­großem Glück, dass bei dem Unfall nicht noch mehr passiert sei.
Rechtskräftig freigesprochen wurde der unbescholtene Zweitangeklagte vom Vorwurf der Mittäterschaft an der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Der 19-Jährige war ebenfalls mit 158 Stundenkilometern hinter dem anderen Pkw-Lenker gefahren und konnte mit einer Vollbremsung einen Zusammenstoß gerade noch verhindern.
Angeklagt war, dass sich die jungen Autofahrer ein Rennen geliefert hatten. Dafür erblickte die Strafrichterin aber keine Beweise.

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