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Testeinsatz mit Zukunftsvision

28.01.2021 • 20:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fahrzeugübergabe in der Schweiz (v.l.): Marc Freymüller, CEO Hyundai Hydrogen Mobility AG, Peter Waldenberger, Leiter Corporate Administrative Support, und Oskar Kramer, Landesleiter Schweiz (beide Gebrüder Weiss)<span class="copyright">.GW/Stefan Peter</span>
Fahrzeugübergabe in der Schweiz (v.l.): Marc Freymüller, CEO Hyundai Hydrogen Mobility AG, Peter Waldenberger, Leiter Corporate Administrative Support, und Oskar Kramer, Landesleiter Schweiz (beide Gebrüder Weiss).GW/Stefan Peter

Gebrüder Weiss testet einen wasserstoffbetriebenen Lkw.

Der Lauteracher Logistikkonzern Gebrüder Weiss überlegt einen Praxiseinsatz von wasserstoffbetriebenen Lkw. Seit 25. Jänner sei ein Wasserstoff-Lkw in der Niederlassung Altenrhein (St. Gallen) im Einsatz. Mit dem Nutzfahrzeug könnten jährlich rund 80 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden, so das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung. Man wolle „bei nachhaltigen Lösungen vorne dabei sein“, begründete Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

600 Kilometer Reichweite

Die Corona-Pandemie habe den Klimawandel etwas aus den Schlagzeilen verdrängt, aber in der Logistikbranche arbeite man gemeinsam mit den Herstellern weiter intensiv an alternativen Antriebsformen zum Diesel. „Wir wollen mit dieser Technologie Erfahrungen sammeln, um einen möglichen breiten Praxiseinsatz vorzubereiten“, erklärt Senger-Weiss über den Wasserstoffantrieb. Das Probefahrzeug ist ein 36-Tonner mit einem 350-Kilowatt-Elektromotor, der für 25 Tonnen Ware ausgelegt ist. Die Reichweite des Lkw beträgt etwa 600 Kilometer. Aus dem Auspuffrohr kommen keine Schadstoffe, sondern Wasserdampf. Das Schweizer Wasserstoff-Tankstellennetz sei im Aufbau, ermögliche aber bereits derzeit einen Einsatz in der ganzen Ostschweiz.

Wir wollen mit dieser Technologie Erfahrungen sammeln, um einen möglichen breiten Praxiseinsatz vorzubereiten.

Wolfram Senger-Weiss, Gebrüder Weiss

Man sehe den H2-Lkw als interessante Alternative zu bestehenden Antriebstechnologien und plane bei entsprechender Infrastruktur in Zukunft auch in Österreich und im süddeutschen Raum einen Einsatz, sagte Wolfram Senger-Weiss. Für das Unternehmen fahren bereits mehrere Gas-Lkw in Öster­reich, Deutschland und Serbien, zudem sind im Großraum Wien und Graz Elektrofahrzeuge im Einsatz. Nach Angaben des Herstellers sollen bis Ende 2021 2000 solcher Wasserstoff-Lkw produziert und ausgeliefert werden. „Wir sind stolz, dass wir weltweit zu den ersten Empfängern dieser Fahrzeuge gehören.“

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