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„Das ist nicht mehr zeitgemäß“

30.01.2021 • 20:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Noreen Mughal, Aktivistin der Black-Lives-Matter-Bewegung.<span class="copyright"> Hartinger</span>
Noreen Mughal, Aktivistin der Black-Lives-Matter-Bewegung. Hartinger

Noreen Mughal spricht über das Mohrenbräu Logo.

In meinen Augen ist dieses Logo ganz klar rassistisch“, erklärt Noreen Mughal, Vorarl­berger Aktivistin der Black-Lives-Matter-Bewegung. Es gehe da vor allem um dieses karikierte Bild eines dunkelhäutigen Menschen, das durchaus kolonialistische Züge hat: „Diese vollen, fast schon komikartigen Lippen und das krause Haar. Das geht schon in eine eindeutige Richtung. Es verkörpert einen ganzen Kontinent. Und die schauen nicht alle gleich aus.“ Gegen den Namen selbst will Mughal nichts sagen. „Jeder heißt so, wie er heißt. Aber das Wort ‚Mohr‘ oder wie wir sagen, das ‚M-Wort‘, war das erste Wort, das in der deutschen Sprache für nicht-weiße Menschen verwendet wurde.“ Und diese Bezeichnung sei definitiv rassistisch und schon lange nicht mehr zeitgemäß. Die Emotionen in der Diskussion sind für sie durchaus naheliegend. „Rassismus hat immer mit Gefühlen und Verletzungen zu tun.“ Laut Mughal ist das alles auch sehr „vorarlbergerisch“. „Die Menschen hier sind oft konservativ und traditionsbewusst. Veränderungen werden eher skeptisch gesehen.“ Da spielen auch Ängste mit. „Im Diskurs um ein Bier-Logo wirkt diese Argumentation aber schon sehr lächerlich.“

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