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Trotz Impfungen immer noch Neuinfektionen

30.01.2021 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Medizinisches Personal infiziert sich trotz Erstimpfung in Spitälern.

Die Krankenhaus Betriebsgesellschaft (KHBG) schickt täglich ein Update zu den hospitalisierten Personen in Bezug auf das Corona-Virus aus. In diesem Schreiben wird auch die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter der Krankenhäuser ausgewiesen. Am gestrigen Freitag waren das 25 Mitarbeitende positiv, 16 sind zusätzlich in Quarantäne. Trotz Erst­impfungen steckt sich medizinisches Personal nach wie vor an. Der Grund liegt auf der Hand, wie Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Krankenhaus Betriebsgesellschaft, erklärt.
„Impfung und Infektion kann man noch nicht in Verbindung bringen. Der Kausalzusammenhang, dass ein paar Mitarbeiter geimpft sind und trotzdem infiziert sind, ist nicht unbedingt gegeben. Es braucht eine zweite Applikation, um die volle Wirkung zu entfalten. Die Personen, die bereits eine Erstimpfung haben, werden in ein paar Wochen die Zweitimpfung erhalten und dann, mit einer gewissen Verzögerung, kann man dann sagen, die Impfung nützt“, erklärt Fleisch.

Die Hälfte geimpft

Zudem sind von den rund 6000 Mitarbeitern der Vorarlberger Krankenhäuser erst 3111 mit einer Erstimpfung versehen worden. Mehr Impfstoff war noch nicht da. Insgesamt erhielt die ­KHBG für die Impfung ihrer Mitarbeiter 500 Vials, aus welchen das Maximum an Impfdosen herausgeholt wurde. Obwohl zu Beginn der Aktion viele Mitarbeiter skeptisch waren, habe sich das nun komplett gelegt. „Binnen drei Tagen hatten wir die Lieferung verimpft, und bereits am zweiten Tag baute sich durch vermehrte Anmeldungen eine Warteliste auf. Derzeit stehen da rund 1500 Krankenhausbediens­tete drauf“, lässt Fleisch wissen. Doch bevor diese an die Reihe kommen, werden zunächst die Zweitimpfungen durchgeführt. Das ist mit der Koordinationsstelle des Landes bereits fixiert worden. Wann die wartenden Krankenhausmitarbeiter erstmalig vakziniert werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden und hängt von den Lieferungen ab.

Restrisiko vorhanden

Bis eine komplette Durchimpfung des Personals etwas Entspannung in den Gesundheitseinrichtungen bringt, setzt die KHBG natürlich weiterhin auf die Schutzmaßnahmen wie Social Distancing, Masken oder Schutzanzüge. Dennoch besteht laut Fleisch immer ein gewisses Restrisiko, sich mit dem Virus zu infizieren.
„Unsere Mitarbeiter können nunmal kein Homeoffice machen und sind vor Ort mit Patienten und teilweise auch Angehörigen in Kontakt. Dieses Virus ist nicht berechenbar“, erklärt der KHBG-Geschäftsführer, den Umstand, dass sich immer ­wieder Krankenhaus-Mitarbeiter mit dem Coronavirus anstecken.